
Unser Bericht zum 16. Festival Mediaval auf dem Goldberg zu Selb.
Nach Hause kommen…
…unter dieser kurzen wie auch sehr subjektiv anmutenden Überschrift könnte ich das gesamte Wochenende eigentlich bereits treffend zusammenfassen. Zum einen ist es das für mich ja jedes Mal im wörtlichen Sinne. Nicht nur steht mein Elternhaus im gerade einmal 15 Kilometer entfernten Städtchen Rehau, als Absolvent des Selber Gymnasiums war der Goldberg für mich, nicht nur zum alljährlichen Selber Heimat- und Wiesenfest, über neun Jahre so etwas wie mein zweites Wohnzimmer. Zum anderen hat sich das Festival über die Jahre zu einem liebgewonnenen Szene-Familientreffen entwickelt, das ich in den letzten beiden Jahren aus gesundheitlichen Gründen leider verpasst und wirklich sehr schmerzlich vermisst hatte.
Nun wäre eine lediglich auf die Gefühlswelt seines Verfassers bezogene Headline für einen Festivalbericht, zumindest was den journalistischen Informationsgehalt angeht, wenig professionell. Wenn besagter Verfasser im Verlauf der drei Tage nicht jede Menge Menschen getroffen hätte, auf die diese Überschrift ebenfalls zutraf, selbst wenn Sie das Festival zum ersten Mal besuchten. Aber fangen wir am besten vorne an:
Der Freitag:
Nach Hause gekommen ist das Festival auch in dem Sinne, als dass die Gesamt-Verantwortung für das Event erstmals auf die Schultern eines gebürtigen Selbers übergegangen ist, wie Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch in seiner Eröffnungsrede am Freitag nicht ohne Stolz anmerkte. Zum Ende des letzten Festivals hatte der letzte verbliebene Festivalmitgründer und langjährige Chef Bläcky den Staffelstab offiziell an seinen Schwiegersohn Ulf übergeben und damit eine neue Ära eingeläutet. Unter der Regie des „Admirals“ gab es einige kleine Änderungen, wie etwa die sehr sinnvolle frühere Öffnung des Geländes für die Besucher*innen, was die Situation am Einlass deutlich entspannte. Auch erfuhr das „Hafenviertel“ auf dem Gelände, passend zur neuen „maritimen“ Leitung, mit einer eigenen großen Konzertbühne eine deutliche Aufwertung. Bei allen anderen Dingen blieb man im Großen und Ganzen dem Altbewährten treu – ein Konzept, dass sich in Selb über die Jahre wunderbar bewährt hat, denn so fügen sich die Neuerungen immer wieder sehr organisch in das ein, was man kennt und liebt.


Diese altvertraute Liebe spürte man auch gleich beim diesjährigen Opening-Act, denn es gibt wohl keine andere Band, die so sehr für das Festival Mediaval steht wie PURPUR. Zum 15. Mal in Folge standen die Rauscher-Zwillinge nun in Selb auf der Bühne und fürs Jubiläum hatten sich die beiden mit Ella Zlotos (EPHEMERAL/SAOR), dem DUO SAITENWEISE, Hinrich von HEITER BIS FOLKIG und dem DUO AKLEJA gebührende Verstärkung geholt. Mal balladesker, mal heiterer Fantasy-Folk mit viel Charme, wunderschöner Mehrstimmigkeit und einer Prise purpuresquem Humor – einen besseren Auftakt hätte man sich kaum wünschen können.
Ebenfalls großartig zum Auftakt war der Auftritt von MILA MAR, auch wenn er im hellen Tageslicht beinahe ein wenig verschwendet war, denn die teils bombastischen Klangmalereien und die Lightshow wären im Dunklen noch um einiges stimmungsvoller gewesen. Dennoch zog die Band, allen voran natürlich Frontfrau Anke Hachfeld mit ihrer beeindruckenden, mehrere Oktaven umfassenden Stimme, das Publikum sehr schnell in ihren Bann und lieferte gleich zu Beginn einen der Höhepunkte des gesamten Wochenendes.
Auch abseits der Bühnen war am Freitag schon jede Menge zu entdecken. So konnte man an einem der zahlreichen Workshops teilnehmen, die vom erlernen diverser Musikinstrumente über mittelalterliche Kochrezepte bis hin zur Selbstverteidigung mit dem Spazierstock reichten. Oder man verweilte im Literaturzelt, um Autorin MAYA MALOU bei der Lesung aus Ihrem neuen Werk „Das Zwergenkompendium“ zu lauschen. Auch auf dem Markt war zwischen den zahlreichen Händler- und Gastroständen einiges geboten, dort konnte man unter anderem die Kontaktjonglage-Künste von KELVIN KALVUS bestaunen.
Der Abend stand dann ganz im Zeichen des diesjährigen Gothic-Specials. Zunächst feuerten die Altmeister von GOETHES ERBEN bei ihrer einzigen Open Air Show des Jahres ein wahres Feuerwerk aus mittlerweile über 35 Jahren Bandgeschichte ab: „Iphigenie“, „Zinnsoldat“, „Stadt der Träume“, „Liebling der Götter“, „Himmelgrau“, „Lazarus“, „5 Jahre“… die Setlist lies kaum Wünsche offen. Beeindruckend inszeniert und stimmungsvoll unterstützt von einer Tänzerin und jeder Menge illustrer Gäste (BENNI CELLINI von der LETZTEN INSTANZ, Anke von MILA MAR, LUCI VAN ORG) avancierte die Show von Oswald Henke und Konsorten für mich zum vielleicht größten (weil unerwarteten) Highlight des Wochenendes.
Das Greatest-Hits-Feuerwerk ging beim Headliner des Abends dann beinahe nahtlos weiter: Alexander Spreng aka ASP zeigte sich extrem gut gelaunt und die Band spielte sich munter durch die eigene, inzwischen recht umfangreiche Diskographie. „Raise some hell now“, „Und wir tanzten (Ungeschickte Liebesbriefe)“, „Die letzte Zuflucht“, „Ich bin ein wahrer Satan“ – ein Hit folgte dem anderen. Für „Ich, der Teufel und du“ und „Wechselbalg“ holte sich Spreng seine Duettpartnerin NIC FROST als Unterstützung auf die Bühne und natürlich durften auch einige Songs aus dem beliebten „Zaubererbruder/Krabat-Liederzyklus“ nicht fehlen. Mit „Ich will brennen“ neigte sich der Abend dann schließlich seinem Ende zu.
Fazit: Ein überaus gelungener erster Festivaltag, mit einigen Überraschungen und vielen schönen Momenten – so konnte es weitergehen.
Der Samstag:
Ein Highlight für Wochenend-Frühaufsteher ist in jedem Jahr der Nachwuchs-Contest um den „goldenen Zwerg“ auf der kleinen Theaterbühne, der in diesem Jahr so stark besetzt war wie lange nicht mehr. Am Samstagmorgen wurde der Band-Battle in der Kategorie „Rock“ ausgefochten. Angetreten waren DTORN, deren Musik irgendwo zwischen Darkwave, Folk und Neoklassik einzuordnen war, LYKANA mit eher klassischem Folk-Metal und die thematisch im Rollenspielkosmos des „Schwarzen Auges“ heimischen Melodic-Death-Metaller BOSPARANS FALL. Sehr zu meiner Freude als ehemaliger Spieler des bekannten Pen-and-Paper Games gewannen letztere dann auch den Zwerg, obwohl auch die beiden anderen Bands wirklich erstklassige Shows abgeliefert hatten.



Traditionell bekommen die Award-Gewinner ja im folgenden Jahr einen Slot auf der großen Bühne. Während dies für BOSPARANS FALL noch ansteht, war es für die Gewinner vom letzten Mal, TOTENTANZ STRUMPFSOCKIG, nun also soweit. Der Name ist bei der Band Programm und musikalisch wie optisch fügten sie sich mit ihrem sympathischen Auftritt wunderbar in das diesjährige Gothic-Motto ein.
Einen Leckerbissen für alle „Folkies“ gab es anschließend: Mit AN ERMINIG standen wahre Urgesteine der deutschen Folkszene auf der Bühne. Tatsächlich wurde die Gruppe bereits im Geburtsjahr des Verfassers (!) anno 1975 ins Leben gerufen und besteht noch heute aus ihren Gründungsmitgliedern Barbara Gerdes (Harfe, Querflöte) sowie Andreas (Geige, Akkordeon) und Hans-Martin Derow (Gitarre, Akkordeon). Mit ihren bretonischen Klängen brachten die drei, verstärkt von Thomas Doll (Bass) und Amby Schillo (Percussion) echte Fest-Noz-Atmosphäre auf den Goldberg und so wurde vor der Burgbühne fleißig das Tanzbein zu An-dro und Gavotte geschwungen.
Natürlich gab es auch am Samstag wieder jede Menge Programm abseits der großen Bühnen, das immer wieder dazu verlockte, die ein oder andere Band auszulassen und seine Schritte zum Beispiel ins Literaturzelt zu lenken, wo sich an diesem Tag Größen wie Fantasy-Kultautor BERNHARD HENNEN oder der großartige CHRISTIAN VON ASTER die Ehre gaben. Oder mal kurz beim Tin Whistle Workshop der bereits erwähnten ELLA ZLOTOS vorbeizuschauen oder auf dem Markt einen der zauberhaften Walking Act Auftritte von BEATRICE BAUMANN zu bestaunen oder die Greifvogelshow zu besuchen, oder, oder, oder… Beim Festival Mediaval passiert einfach immer Irgendetwas an irgendeiner Ecke, meist an mehreren Ecken gleichzeitig. Und wenn man sich mal aus dem ganzen Trubel ausklinken will, hat man dazu auch jede Menge Gelegenheiten: Von tiefsinnigen Gesprächen im Zelt der Begegnung, dem gemütlichen Entspannen im Badezuber bis zum „einfach mal auf die Wiese chillen“ ist auf dem weitläufigen Areal des Goldbergs vieles möglich.



Spätestens als die LETZTE INSTANZ die Schlossbühne betraten, zog es mich am Samstag dann doch wieder ins Musikgeschehen, denn es sollte der letzte Open-Air-Auftritt der Bandgeschichte sein. Ende des Jahres wird sich die Band auflösen, das hatten die Dresdner schon weit im Vorfeld bekannt gegeben. In Selb gab es nochmal einen musikalischen Querschnitt durch die gesamte Bandgeschichte und gegen Ende des Konzerts merkte man der Band wie auch den Fans die Emotionen deutlich an. So long and goodbye – danke Jungs!
Mindestens ebenso emotional war für mich das Wiedersehen mit QNTAL. Ich hatte die Band seit Sigrid Hausens Hirntumor bislang noch nicht wieder live gesehen und Siggi nun wieder so auf der Bühne zu erleben trieb mir das ein oder andere Freudentränchen in die Augen. Für die „Acoustic Show“ auf dem Mediaval hatte sich die Band neben dem Meister der Pferdekopfgeige und des mongolischen Kehlkopfgesangs NARANBAATAR PUREVDORJ auch die großartige LISA PAWELKE (ALMARA, Ex-FAUN) als Unterstützung und Zweitstimme mitgebracht, dazu schwebte bei einem Song auch noch die bezaubernde BEATRICE BAUMANN im Leuchtkostüm über die Bühne. Ein wunderschöner, stimmungsvoller Auftritt, mit einer Mischung aus Klassikern aber auch Material vom letzten Album, der mit einer ekstatischen Version von „Ad Mortem Festinamus“ zu Ende ging. Ebenfalls eines meiner Highlights des Wochenendes!
Dem ursprünglichen Plan nach wäre es nun von QNTAL acoustic straight zu DEINE LAKAIEN acoustic übergegangen. Nach der Absage von Alexander Veljanov und Ernst Horn wurde der nunmehr vakante Samstags-Headliner-Slot an die italienische Band WIND ROSE vergeben. Ich muss zugeben, dass ich darüber im Vorfeld einigermaßen überrascht wenn nicht gar enttäuscht war, denn der einzige Song der Band, den ich im bislang kannte, hatte mich mit seinen tiefsinnigen Lyrics „I am a dwarf and I’m digging a hole – digi digi hole, digi digi hole“ nicht so wirklich abgeholt. Doch unverhofft kommt bekanntlich oft… Was die Band um Sänger und „Frontzwerg“ Francesco Cavalieri ablieferte, war solider Fantasy-Powermetall mit viel guter Laune und einer Headliner-Show durchaus würdig. Entsprechend gut war auch die Stimmung vor der Schlossbühne und man sah zahlreiche Plastik- oder Schaumstoff-Spitzhacken, die in der Menge geschwenkt wurden.
Wer danach immer noch nicht genug hatte, konnte den Abend bei THE LONGEST JOHNS ausklingen lassen. Die Briten, die mit „Wellerman“ 2021 eher aus Versehen einen viralen Social-Media-Hit gelandet hatten, sorgten mit Folk-Klassikern und weiteren Sea Shanties noch einmal für ausgelassenes Treiben im Hafenviertel, bevor sich auch der zweite Festivaltag unweigerlich seinem Ende entgegen neigte.
Der Sonntag:
Am nächsten Morgen war wieder frühes Aufstehen angesagt, denn der zweite Teil des Newcomer-Awards stand auf dem Programm. Wie schon bei der Vergabe des Rock-Zwergs am Vortag bemerkt, war der Contest in diesem Jahr extrem hochklassig besetzt, was sich bei der Sparte „Spielmann“ sogar noch deutlicher zeigte. In anderen Jahren hätte jede der drei angetretenen Bands das Ding gewinnen können, mit dem, was kam, hatte wohl so niemand gerechnet. Nach dem sympathischen Fantasy-Folk von PYRSCH war als Zweites das italienische Duo RAGNARÖK an der Reihe und was die beiden Multiinstrumentalisten aus Verona da abfeuerten ließ nicht nur die Münder der bereits Anwesenden offenstehen, es verbreitete sich dank Handys auch wie ein Lauffeuer auf dem gesamten Gelände, so dass der Platz vor der kleinen Theaterbühne binnen kürzester Zeit so voll war, wie ich es in all den Jahren noch nicht erlebt habe. Die beiden hatten aber auch einen wirklich mitreißenden Sound! Die Stimmung kochte bereits zu dieser frühen Tageszeit regelrecht über und nach dem Ende des Auftritts wurden Alessandro und Davide am Merch von den Massen beinahe überrannt. Der Verkauf musste sogar zunächst abgebrochen werden, um der dritten Band WHIZBOW noch einen fairen Auftritt zu ermöglichen. Das Quintett aus Norddeutschland lieferte mit einer Mischung aus traditionellem Folk mit Mittelalter- und Piraten-Elementen und einer charmanten Performance dann auch wirklich großartig ab, Chancen auf den Zwerg hatten sie allerdings keine mehr – die Gewinner standen bereits fest.



Gespannt war ich an diesem Tag auf DELVA, die mittlerweile vom Trio zum Quintett gewachsen sind. Die Verstärkung mit Bass und Schlagzeug macht das Ganze ein wenig rockiger, was den deutschsprachigen, atmosphärischen Songs aus der Feder von Frontfrau Johanna Krins durchaus guttut und ein wenig mehr Druck verleiht. Der Auftritt zog zurecht eine Große Menge Publikum vor die Burgbühne, das auch nicht mit Applaus geizte.
Leider konnte ich den Liedern der „Gestalten“ zum Ende hin nur noch von Ferne lauschen, da ich es endlich einmal zum „Living Chess“ schaffen wollte, das in Selb schon seit Jahren zu den beliebtesten Programmpunkten abseits der Konzertbühnen zählt, das aber bislang nie in meinen Zeitplan gepasst hatte – da war sie wieder die Ablenkung…
À propos Ablenkung – als das Schachspiel gerade so richtig schön am Laufen war, öffnete der Himmel tatsächlich kurzzeitig seine Schleusen, doch weder die beiden Spieler auf Ihren Hochsitzen noch die Figurendarsteller*innen ließen sich davon stören und zogen die Partie eisern durch. Das Ganze ist nämlich nicht nur optisch ein großer Spaß, sondern durchaus auch ernsthaftes Schach.
Als nächstes stand eine Band auf dem Programm, die ich ähnlich lange nicht mehr live gesehen hatte wie GOETHES ERBEN und auf die ich mich zugegebenermaßen persönlich auch sehr gefreut hatte. DIARY OF DREAMS verweben Elemente aus Rock, Metal, Darkwave und elektronischem Futurepop zu ihrem ganz eigenen Sound, der vor allem von der ausdrucksstarken Stimme ihres Frontmanns Adrian Hates getragen wird. Mit seiner Bühnenpräsenz zog der sympathische Hüne auch die Menge vor der Selber Burgbühne schnell in seinen Bann. Musikalisch gab es sogar schon einen kleinen Ausblick auf das im Herbst erscheinende neue Mini-Album „Chapter 1: Dead End Dreams“, es waren jedoch vor allem die zahlreich in der Setlist vertretenen Klassiker wie „The Curse“, „Butterfly Dance!“ oder das epische „Darker“, die im magischen Licht des Sonnenuntergangs eine ganz eigene Stimmung entfalteten. Man hätte sich beinahe fühlen können wie ein „Traumtänzer“ – leider bekam ich den Song nur noch aus der Ferne mit, denn ich befand mich schon wieder auf dem Weg nach oben – es stand das letzte Konzert des Festivals an, und das sollte ein in mehrfacher Hinsicht besonderes werden.
Der letzte Act des Abends hatte bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Gothic Special hin oder her, das ist doch immer noch ein Mittelalterfestival! So ein paar Ausflüge Richtung Folk oder auch Rock und Metal mögen ja ok sein, aber was zur Hölle hat eine reine Elektropop-Band da im Lineup verloren? Und dann auch noch in der prominenten Position als End-Headliner? Dass Fragen dieser Art, und die Sorgen, ob das Ganze denn funktionieren würde, nicht nur viele Besucher*innen sondern auch die Band im Vorfeld schwer beschäftigten, gab VNV NATION Frontmann Ronan Harris dann auch mit entwaffnender Ehrlichkeit zu. „Was um alles in der Welt sollen wir hier?“ Ein nachmittäglicher Rundgang über das Gelände wirkte hier wohl bereits ein wenig entspannend, was dann aber passierte, als die Band die Bühne betrat, hatte wohl keiner und am wenigsten sie selbst erwartet. Natürlich waren auch jede Menge Fans im Publikum, beim Rest war es zunächst eine Art wohlwollende Neugier, die jedoch nur kurz währte und sich binnen kürzester Zeit ebenfalls in Begeisterung wandelte. Diese, man kann es kaum anders formulieren, Welle aus Liebe, die der Band da entgegenschlug löste auch auf der Bühne, speziell bei Ronan Emotionen aus – man merkte es dem gestandenen Iren an, dass er richtig angefasst war. So tanzte der Goldberg fröhlich bis in die letzten Reihen zu Futurepop-Klängen in die sonntägliche Nacht und alle waren glücklich. Irre! Für mich eines der schönsten und stimmungsvollsten Selber Abschlusskonzerte ever! Momente wie dieser, in denen sich Genre- und Szenegrenzen auflösen und etwas größeres entsteht, stehen nicht nur Pate für den Namen unserer Seite „Schubladenfrei“, sie sind selten und man kann sie beileibe nicht auf jedem Festival erleben. Der Goldberg macht’s möglich – that’s Mediaval Magic!
Diese besondere Magie, die das Festival Jahr um Jahr aufs Neue entfaltet, ist es eben auch, die bei vielen dieses eingangs angesprochene Gefühl des Nachhause-Kommens auslöst, das vor- und hinter der Bühne von so vielen geteilt wird. Danke an alle Organisator*innen, Techniker*innen, all die freiwilligen Helfer*innen, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste, Security, Bands, Händler*innen, Besucher*innen und nicht zuletzt die lieben Kolleg*innen von der Journaille für ein wieder einmal grandioses Festival! Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder …nachhause!
À propos, nachhause kommen werden nächstes Jahr auch einige Bands, die bereits mehrfach auf dem Goldberg zu Gast waren, denn das Motto im nächsten Jahr lautet: „Legends“. – Legendäre Shows und legendäre Konzerte sind angekündigt, so etwa werden IN EXTREMO eine 30-Jahre-Jubiläumsshow spielen, CORVUS CORAX mit Orchester und dem „Cantus Buranus“ Programm zu erleben sein und SUBWAY TO SALLY werden ihre „Nord Nord Ost“-Show auf die Bühne bringen. Dazu gibt es jede Menge andere Highlights wie ESTAMPIE, SAOR PATROL, MR. HURLEY & DIE PULVERAFFEN, CARA, CELTICA PIPES ROCK, die schrägen Finnen von STEVE’N’SEAGULLS, die britischen Folk-Urgesteine FLOOK, die niederländischen Pagan-Folkrocker DELORAINE und viele mehr. Wir halten Euch über das weitere Lineup auf dem Laufenden.
Noch viel mehr Bilder vom 16. Festival Mediaval gibt es in unseren „Goldbergimpressionen 2025“.






















