{"id":7810,"date":"2017-05-24T14:03:02","date_gmt":"2017-05-24T12:03:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=7810"},"modified":"2017-05-24T14:24:52","modified_gmt":"2017-05-24T12:24:52","slug":"interview-vic-anselmo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/interview-vic-anselmo\/","title":{"rendered":"Interview \u2013 VIC ANSELMO"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span lang=\"de-DE\"><a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic_street.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-7817 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic_street-300x199.jpg\" alt=\"Vic_street\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic_street-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic_street.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/span><strong>\u201e<\/strong><span lang=\"de-DE\"><strong>Es ist wichtig, in dieser verr\u00fcckten Welt nicht verr\u00fcckt zu werden.\u201c<\/strong> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Die aus Lettland stammende S\u00e4ngerin <a href=\"http:\/\/www.vicanselmo.com\" target=\"_blank\">VIC ANSELMO<\/a> war vor einigen Wochen mit ihrer Akustik-Show zu Gast in Berlin. Kurz vor dem Auftritt hatten wir die Gelegenheit, uns bei einer Tasse Tee ausf\u00fchrlich mit der K\u00fcnstlerin zu unterhalten. Neben der Arbeit am neuen Album ging es dabei auch um teils sehr pers\u00f6nliche Themen. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber Kreativit\u00e4t, Burnout, Drogen, Social Media und die Wichtigkeit, das Positive im Leben zu sehen. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Hallo. Sch\u00f6n Dich zu sehen. Es ist ja eine Weile her. Dein letztes Album ist jetzt auch schon zwei Jahre alt. Oder waren es drei?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><em>Nein, drei waren es nicht. Das war 2015, also zwei. Sogar weniger als zwei, das Album ist im Oktober 2015 erschienen. Und letztes Jahr dann die EP.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Was hast Du seitdem gemacht? Seit den letzten Konzerten ist ja auch schon wieder eine Weile vergangen.<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><em>Gute Frage. <\/em>[lacht]<em> Ich habe sehr viel gemacht. Man konnte das nur nicht so gut beobachten. Ich habe viel komponiert und Lieder geschrieben und vor allem sehr viel mit Sounds experimentiert, weil ich dabei bin, das Material f\u00fcrs neue Album vorzubereiten.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie weit bist Du damit? Wir sind alle schon sehr gespannt darauf.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span lang=\"de-DE\">Meine Demos sind fast fertig. Nun \u00fcberlege ich, Schritt f\u00fcr Schritt, mit wem ich das aufnehmen werde, auf welchem Label es erscheinen soll und diese ganzen Dinge. Das dauert alles ein bisschen. Die Sache ist n\u00e4mlich, dass es wieder ein wenig anders werden wird. Ich arbeite wieder mit <\/span>Gijs Coolen,<\/em><span lang=\"de-DE\"><em> der auch schon meine letzte EP produziert hat. Wir haben fr\u00fcher auch zusammen mit Anneke <\/em>[ANNEKE VAN GIERSBERGEN; Anm. d. Red.]<em> in einer Band gespielt. Er ist ein super Gitarrist und eine sehr aufgeschlossene Person, auch musikalisch, das ist wirklich sch\u00f6n. Manchmal sitzen wir bis f\u00fcnf Uhr morgens zusammen und h\u00f6ren uns alle total verschiedene Musik an, Schlagzeuger, Gitarristen, alles m\u00f6gliche, um Inspirationen zu bekommen. Es wird auf keinen Fall wieder ein Akustik-Album werden.<br \/>\nAbgesehen davon ist auch sonst jede Menge passiert, es hat viele Ver\u00e4nderungen gegeben, auch in mir selbst. Ich habe einfach Zeit gebraucht, auch als Person. Aber ich war w\u00e4hrend der ganzen Zeit sehr kreativ, auch wenn man es nicht so mitbekommen hat. Ich habe eine Freundin in Riga, sie macht Schmuck und sie ist sehr talentiert. Sie macht wundervolle Dinge aus Silber. Vor kurzem erst habe ich zu ihr gesagt, dass ich manchmal wirklich neidisch auf sie bin. Wenn sie zum Beispiel einen Ring macht, dann ist er einfach fertig. Foto machen, auf Instagram stellen, fertig. Beim Komponieren ist das anders, der ganze Prozess des Brauens und Zusammenbauens&#8230; Dann muss man Musiker finden, es muss produziert werden, all das ben\u00f6tigt eine Menge Zeit. Und man hat lange nichts, das man herzeigen kann. Psychologisch ist das manchmal ziemlich hart. Aber wenn es dann erst mal l\u00e4uft, dann l\u00e4uft es. [lacht] Ich habe schon dar\u00fcber nachgedacht, noch ein paar Nebenprojekte zu starten, weil ich w\u00e4hrend der ganzen Zeit so viel komponiert habe, vor allem auch in ganz verschiedenen Genres.<\/em><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Ich wei\u00df jetzt nicht, ob Du hier gerne dar\u00fcber reden willst, aber Du hast mir vor nicht all zu langer Zeit geschrieben, dass Du einen Burnout hattest?<\/strong><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><em>Doch, das ist schon ok.<\/em><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn man Dir jetzt so zuh\u00f6rt, k\u00e4me man nie auf diese Idee. Also vor allem, wenn man h\u00f6rt, dass Du schon wieder dabei bist, gleich mehrere Nebenprojekte zu planen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span lang=\"de-DE\">Ich wei\u00df, ich wei\u00df, es ist verr\u00fcckt&#8230;<\/span><\/em><span lang=\"de-DE\"> [lacht]<\/span><em><span lang=\"de-DE\"> Die Sache ist die&#8230; ich kann das gar nicht so richtig erkl\u00e4ren&#8230; Ja, ich hatte einen Burnout. Aber ich habe diesen Drang, mich auszudr\u00fccken. A<\/span>n diesem Punkt wird es wirklich kompliziert\u2026 ich f\u00fchle einfach einen unheimlichen Drang etwas zu erschaffen, kreativ zu sein, weil es mich von meinen k\u00f6rperlichen Problemen und Dingen wie dem Burnout befreit. Manchmal f\u00fchlte ich mich einfach ausgebrannt, weil ich mich zu sehr versucht habe mich zu konzentrieren. Ich habe einen chaotischen Geist und ich konnte mich nicht auf eine Sache konzentrieren. Viele Dinge haben sich ver\u00e4ndert, ich musste ein paar Mal das Management wechseln, und ich musste lernen, eine Menge an organisatorischen Dingen selbst zu machen. Es ist kompliziert, die Kunst und diesen organisatorischen Kram zusammenzubringen, das sind zwei komplett unterschiedliche Welten. Und dazu kommt noch der Unterricht, den ich gebe. Ich liebe es zu unterrichten, ich habe wundervolle Sch\u00fcler, von denen ich selbst so viel lerne, es ist wirklich sehr inspirierend. Aber das ist wieder ein anderer Bereich. Das, was schlie\u00dflich zu meinem Burnout f\u00fchrte, war, dass ich nicht wirklich gut zwischen diesen verschiedenen Sph\u00e4ren hin und her schalten konnte. Das war wirklich das Hauptproblem. Das hat sich \u00fcber die Jahre so aufgebaut. Aber wenn ich komponiere, f\u00fchlt sich das sehr einfach und nat\u00fcrlich an, dann f\u00fchle ich mich von all dem befreit. Das heilt mich sozusagen. Ich bin ja jetzt auch fast ein halbes Jahr nicht mehr live aufgetreten und gestern nach dem Konzert, da war auf einmal der ganze k\u00f6rperliche Schmerz, der ganze Organisationsstress wie weggeblasen. Das sind die Momente, in denen ich realisiere, dass ich das viel \u00f6fter tun muss. Auf der B\u00fchne f\u00fchle ich mich wie eine komplette, gesunde Person und alles ist in Ordnung. Ich kann so viel geben und da ist dieser Energieaustausch mit den Leuten, der glaube ich der Hauptgrund daf\u00fcr ist, dass ich tue was ich tue. Es ist einfach ein so unglaubliches Gef\u00fchl. Man gibt diese positiven Emotionen und dann gibt es diesen Austausch und alle sind gl\u00fccklich. Ich bin gl\u00fccklich, Ihr seid gl\u00fccklich. Ich denke jeder hat mal diese Zeiten, wenn alles nur noch verwirrend und einfach zu viel ist. Ich halte mich f\u00fcr eine starke Person, aber manchmal, wenn sich in mir zu viel ansammelt und ich nicht die Zeit habe, es zu verdauen, dann flippe ich total aus. Ich bin so ein Typ, der ein bisschen Zeit braucht, um zu verdauen. Das geht schnell, wenn es nur wenige Dinge sind, aber wenn es zu viel wird, dann werde ich panisch und dann schl\u00e4gt es sich k\u00f6rperlich nieder und wird zum Burnout. Also zumindest wenn es permanent zu viel ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie hast Du es geschafft, aus diesem Loch wieder herauszukommen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Also, ich versuche mir gerade eine Menge verschiedene Techniken anzueignen, ich lese viel einschl\u00e4gige Literatur, die mir dabei hilft, meinen Tag zu strukturieren, zu meditieren und es mir erm\u00f6glichen, ein wenig Kontrolle \u00fcber meinen Geist zu haben und mich zu entspannen. Tricks, die einem helfen durch das Chaos seines Lebens zu kommen, vor allem, wenn man keinen gew\u00f6hnlichen Beruf und viel zu tun hat. Man kann viel schaffen, aber man muss es Schritt f\u00fcr Schritt machen. Ich habe mir w\u00e4hrend des gesamten letzten Jahres beigebracht, meinen Geist total neu zu strukturieren, um in der Lage zu sein, das was ich mache, auch wirklich zu genie\u00dfen. Das kann man nicht, wenn man die ganze Zeit nur rennt. Ich denke, so geht es den meisten Menschen in der heutigen Welt. Wir haben so eine chaotische Zeit und st\u00e4ndig steht man unter Stress und Zeitdruck. Soziale Netzwerke machen das alles noch hektischer. Man schaut auf Facebook und denkt, boah, was f\u00fcr ein Leben die Leute haben, sie machen tolle Urlaubsreisen oder nehmen ein Album auf oder was wei\u00df ich, und dann will man das alles auch und m\u00f6glichst sofort. Aber das ist nicht Deine Realit\u00e4t. Das macht wirklich Dein Gehirn kaputt.<\/em><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/nSl8b20Mea4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Es ist auch nicht deren Realit\u00e4t, das sollte man niemals vergessen. Es ist nur das, was sie online stellen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Genau. Und grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen diese Bilder oder Videos so unterschiedlich interpretiert werden und aus so vielen Blickwinkeln. Nat\u00fcrlich kann das einen Eindruck von einem Teil Deines Lebens vermitteln, aber eben nur einem Teil. Es ist nicht alles. Und oft hat man den Eindruck, dass durch die Bilder nur ein bestimmter Eindruck vermittelt werden soll, um bei den Betrachtern spezielle Gef\u00fchle zu erzeugen. Das ist nichts nat\u00fcrliches, sondern da steht eine bestimmte Intention dahinter. Ich versuche tats\u00e4chlich inzwischen, mich von den sozialen Netzwerken ein wenig mehr fern zu halten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00fcrdest Du sagen, dass man heute als K\u00fcnstler die sozialen Medien braucht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Doch, klar. Das Ganze hat Vor- und Nachteile. Nat\u00fcrlich ist es genial, was man mit sozialen Medien erreichen kann und wobei sie einem helfen. Ich denke, die Sache ist nur, dass wir alle auf die ein oder andere Art zu s\u00fcchtig danach geworden sind. Ich habe festgestellt, dass ich auch zu s\u00fcchtig danach geworden bin. Kennst Du diese fantastische Serie \u201eBlack Mirror\u201c? Da gab es einen Trailer mit diesem Typen \u2013 ich glaube das war der Trailer f\u00fcr die letzte Folge der ersten Staffel \u2013, der \u00fcber sein Smartphone sprach, und meinte, es w\u00e4re das erste, was er morgens sieht und auch das letzte, bevor er schlafen geht. Dieser Satz hat sich irgendwie in mein Gehirn eingebrannt, weil er so wahr ist. So f\u00fcrchterlich wahr. Es ist eine Sucht, ein wenig, als w\u00e4re man ein Alkoholiker. Es ist wirklich wie eine Droge. Nat\u00fcrlich ist es gut f\u00fcr mich als K\u00fcnstlerin und auch weil ich sehr viele Freunde habe, die \u00fcber die ganze Welt verstreut sind. Es macht die Kommunikation wirklich einfach und ich liebe es, diese unglaubliche M\u00f6glichkeit zu haben. Aber ich glaube, dass man sich Grenzen setzen sollte. Nat\u00fcrlich muss jeder selbst herausfinden, in welchem Umfang es sein Leben beeinflusst. Das ist eine pers\u00f6nliche Sache. Klar gibt es Leute, die damit sehr professionell umgehen und jede Menge Spa\u00df dabei haben. Mich verwirrt es manchmal eher. Die meisten Informationen, die man \u00fcber die sozialen Netzwerke bekommt, sind oberfl\u00e4chlich und nicht sehr tiefsch\u00fcrfend. Ich merke es an mir selbst, wenn ich mich da durch scrolle, dass ich anfangs vielleicht noch mehr lese und je l\u00e4nger ich es mache, desto mehr schaue ich nur noch auf die Titel oder am Schluss nur noch auf die Bilder. Aber so funktioniert es eben. Das ist ein bisschen wie Gehirnw\u00e4sche. Auf diese Art \u201elernen\u201c wir sozusagen, den Dingen nicht mehr auf den Grund zu gehen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Touch\u00e9. So ging es mir ja mit einem Deiner letzten Facebook-Posts. Du hattest das Video von \u201eStand By Me\u201c gepostet und ich habe es sofort mit der Frage kommentiert, ob Du das auch auf dem Konzert in Berlin spielen wirst. Dabei stand das ja schon da, nur eben ein paar S\u00e4tze weiter unten. Aber so weit hatte ich nicht gelesen&#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ja, das habe ich gesehen. <\/em>[lacht]<em> Und ich verstehe es total, das ist ganz normal. Wir leben in einer wirklich interessanten Zeit. Auf eine bestimmte Art hat sich eigentlich nichts ver\u00e4ndert. Ich meine, die Welt funktioniert eigentlich immer noch auf genau die gleiche Weise wie immer. Aber die Gesellschaft und unser Verhalten haben sich ver\u00e4ndert. Wir sind mehr gestresst, alles ist schneller geworden. Wir bekommen permanent eine \u00dcberdosis an Information. An Information, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Es ist einfach seltsam. Ich nehme mich selbst da auch gar nicht aus oder verurteile jemanden deswegen. Ich mag es nur nicht. Ich meine, wenn jemand das mag, dann ist das auch ok, denke ich. Aber ich f\u00fchle mich seltsam dabei. Ich habe \u00fcberlegt, zu dem Thema auch auf dem neuen Album etwas zu machen, nur ein paar Gedanken und pers\u00f6nliche Dinge. Ich m\u00f6chte in der Lage sein selbst zu denken und meine eigene Stimme zu h\u00f6ren. Ich denke, das ist eine der wichtigsten Sachen, um gl\u00fccklich zu sein. Wenn man seine Pers\u00f6nlichkeit auf dem Leben anderer Menschen aufbaut oder auf den \u201eModellen\u201c die in diesem Moment popul\u00e4r sind, also auf dem was die Gesellschaft oder die sozialen Medien diktieren, dann wird man zum Sklaven. Man versucht etwas zu erreichen, das nicht wirklich aus einem selbst kommt und das man wahrscheinlich auch gar nicht braucht. Aber ich rede schon wieder zu viel, oder? <\/em>[lacht]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das ist v\u00f6llig ok.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich habe nur schon lange kein Interview mehr gegeben. Ich muss das wieder trainieren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mir ist das so viel lieber als wenn ich Dir alles aus der Nase ziehen m\u00fcsste. Aber lass uns nochmal auf Dein neues Album und das Thema Songwriting zur\u00fcckkommen. Ich hatte da eine Frage vorbereitet, die Du eigentlich schon mit Deinen ersten S\u00e4tzen v\u00f6llig kaputt gemacht hast&#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Oh, das tut mir leid.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du hast ja zusammen mit einer Band angefangen und auch mit h\u00e4rterer Musik, die eher im Gothic-Bereich angesiedelt war. Dann hast Du mehr zum Singer-\/Songwriter-Stil gewechselt. Eigentlich wollte ich Dich fragen, wann diese Ver\u00e4nderung anfing und warum. Aber nun hast Du ja schon verraten, dass Du auf dem n\u00e4chsten Album wieder etwas ganz anderes machen wirst. Also was erwartet uns da?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ahh, Ihr werdet \u00fcberrascht sein. <\/em>[lacht]<em> Aber bei der Ver\u00e4nderung dreht es sich eher um die Arrangements und solche Dinge. Es wird nicht wieder in die Gothic-Richtung gehen. Ich wei\u00df selbst nicht genau, was es ist, um ehrlich zu sein. Ich mag einfach keine Grenzen in der Musik. Ich finde, man sollte alle M\u00f6glichkeiten ausnutzen, um auszudr\u00fccken, was man f\u00fchlt. Darum geht es meiner Meinung nach bei Musik. Ich glaube, die Musiker, die einen neuen Musikstil begr\u00fcndet haben, haben da vorher nicht dr\u00fcber nachgedacht. Wei\u00dft Du, was ich meine? Also sie haben nicht gesagt, ich mache jetzt \u201eGoth\u201c oder ich mache jetzt \u201eBlues\u201c, sie haben einfach angefangen, es zu machen. Das zu machen, was sie f\u00fchlten. Es ist an diesem Punkt wirklich kompliziert f\u00fcr mich, \u00fcber das zu sprechen, was ich gerade mache.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Werden andere Musiker dabei sein?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ja, es werden sicher andere Musiker beteiligt sein. Ich werde mit einigen Leuten zusammenarbeiten und ich denke auch tats\u00e4chlich dar\u00fcber nach, mit diesen Leuten eine Band aufzubauen. Ich glaube, dass das wirklich toll wird. Ich bin echt schon richtig aufgeregt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du machst mich ganz sch\u00f6n neugierig&#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vielleicht zeige ich Dir sp\u00e4ter ein bisschen was. Ich muss nur erst mein Handy wieder aufladen, der Akku ist ganz sch\u00f6n runter.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Oh ja, gerne.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Sache ist die, das letzte Album \u201eWho Disturbs The Water\u201c und auch die EP waren etwas sehr nat\u00fcrliches f\u00fcr mich. Das war, als ich nach Deutschland gezogen bin, und ich habe zu der Zeit eine Menge Akustikkonzerte gespielt \u2013 was ich liebe! Das ist einfach etwas ganz anderes und auch etwas, das ich niemals aufgeben will, was auch immer ich tue. Ich wollte einfach diesen Teil meiner Person aufnehmen. Wie es interpretiert wird und die Art, wie ich es ausdr\u00fccke, das sind einfach unterschiedliche Rahmen. Ich bin immer noch eine S\u00e4ngerin und Songwriterin. Ich meine, ich singe und ich schreibe Songs.<\/em> [lacht]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eSinger-\/Songwriter\u201c ist auch eigentlich eine wirklich dumme Kategorisierung von Musik&#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ja&#8230; und das verwirrt mich oft.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nat\u00fcrlich sind viele Musiker S\u00e4nger und\/oder Songschreiber&#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Genau. Aber es verbinden viele mit dieser Bezeichnung einen ganz bestimmten Sound.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir sind da ganz auf Deiner Seite. Genau deshalb haben wir unser Magazin \u201eSchubladenfrei\u201c genannt.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich liebe diesen Namen. Wei\u00dft Du, gestern habe ich in einem Club in Hamburg gespielt, und die Besitzer sind sehr offen. Bevor das Konzert losging, also vor dem Einlass, haben wir total unterschiedliche Musik geh\u00f6rt. Das war super, ich mag das. Ich meine, Musik ist Musik. Aber sie hat so viele Farben und Schattierungen&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie funktioniert das eigentlich bei Dir, wenn Du Songs schreibst? Was ist zuerst da? Der Text oder die Musik? Du hast vor kurzem auf Facebook geschrieben, dass Du stundenlang komponiert und dar\u00fcber v\u00f6llig die Zeit vergessen hast, und auf einmal war es Mitternacht. Bist Du eine Perfektionistin?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>In mancher Hinsicht ja. Aber ich lerne gerade, es nicht zu sehr zu sein. Sonst l\u00e4uft man Gefahr, niemals etwas zu ver\u00f6ffentlichen. <\/em>[lacht]<em> Man kann unm\u00f6glich perfekt sein \u2013 auf diesen Deal muss man sich einlassen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Was den Prozess des Songschreibens angeht, so l\u00e4uft das ganz unterschiedlich, um ehrlich zu sein. Meistens ist es die Melodie, die zuerst in meinem Kopf ist, zusammen mit einigen noch nicht existierenden Worten. Dann nehme ich es auf und spiele damit herum. Das ist der beste Weg, meiner Meinung nach. Manchmal spiele ich auch einfach irgendwas und es entsteht etwas daraus. Oder ich tr\u00e4ume die Songs, das kommt auch vor. Es ist wirklich unterschiedlich. Im Moment ist es einfach unglaublich. Ich bin so inspiriert, ich brauche nur die richtige Zeit und die richtige Stimmung und alles kommt von alleine. Ich brauche dazu auch keine Drogen oder Alkohol oder so etwas.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du trinkst \u00fcberhaupt keinen Alkohol?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gar keinen. Jetzt schon seit fast einem Jahr. Es ist ein gro\u00dfartiges Gef\u00fchl, das ich wirklich sehr genie\u00dfe. Ich wei\u00df nicht, wie es anderen Leuten geht, aber ich f\u00fchle mich gro\u00dfartig dabei. Es ist auch eine Art Herausforderung f\u00fcr mich. Ich meine, wenn Du Dich entspannen willst und das ohne Alkohol nicht kannst, dann hast Du ein Problem. Das ist einfach mein pers\u00f6nliches Gef\u00fchl. Ich bin eine sehr nerv\u00f6se Person und muss ziemlich oft \u201erunterkommen\u201c. Vor allem, wenn ich neue Erfahrungen mache, dann werde ich oft unruhig. Also muss ich versuchen, mich zu beruhigen ohne dazu solche Beruhigungsmittel einzusetzen. Ich muss nichts trinken, um mich mit jemandem zu unterhalten oder um zu tanzen. Warum auch? Anfangs war es eine Herausforderung, aber dann habe ich gemerkt, dass es so viel besser ist. Ich mag es, n\u00fcchtern zu sein.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ist ja auch viel ges\u00fcnder so.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ja. Und ich habe auch gemerkt, dass der Kopf einfach klarer wird. Aber das ist meine Meinung. Ich habe keine Ahnung, wie das bei anderen ist. Ich m\u00f6chte auch niemandem vorschreiben, was er tun soll. Die Entscheidung muss jeder selbst treffen. F\u00fcr mich funktioniert es.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_7776\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic-Anselmo-2.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-7776\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-7776 size-medium\" src=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic-Anselmo-2-200x300.jpg\" alt=\"VIC ANSELMO beim Akustik-Konzert in der Berliner TheArter-Galerie\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic-Anselmo-2-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Vic-Anselmo-2.jpg 665w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7776\" class=\"wp-caption-text\">VIC ANSELMO beim Akustik-Konzert in der Berliner TheArter-Galerie<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du hast gesagt, Du f\u00fchlst Dich gerade sehr inspiriert. Was inspiriert Dich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das Leben. <\/em>[lacht]<em> Ich hatte vor kurzem gesundheitliche Probleme und dachte, ich w\u00fcrde sterben. Nein, eigentlich war es nicht ganz so schlimm. Ich hatte nur Magenprobleme und eine schlimme Lebensmittelvergiftung. Nach ein paar Stunden bin ich ohnm\u00e4chtig geworden. Und keiner hat es mitgekriegt, weil keiner da war, das war schon erschreckend. Aber wenn es einem nach solchen Momenten wieder besser geht, dann freut man sich einfach, so nach dem Motto: Ich lebe, ich atme! Deshalb versuche ich auch, immer positiv zu bleiben. Ich glaube, das Leben ist das, was wir wiedergeben. Was wir sind, was wir geben, wie wir uns geben. Deshalb habe ich angefangen, auf die positiven Dinge zu achten, soweit ich kann. Ich meine, manchmal ist man einfach negativ, das passiert jedem. Aber ich versuche einfach, mich dahingehend zu \u00fcberwachen und mir zu sagen, dass das oft gar nichts mit Leuten oder Situationen zu tun hat. Es ist sehr wichtig, darauf zu achten. Manchmal sind wir nicht nett zueinander aus Gr\u00fcnden, die nur in uns selbst liegen, und es hat \u00fcberhaupt nichts mit dem Moment oder dem Gegen\u00fcber zu tun. Aber ich bin schon wieder weit weg von Deiner Frage&#8230;<\/em> [lacht]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nein, das ist schon ok. Ich verstehe sehr gut, was Du meinst. Ich hatte erst gestern so ein Erlebnis&#8230; Aber um vielleicht den Bezug zur Frage wieder herzustellen: hilft es Dir, negative Erlebnisse, die ja jeder ab und zu hat, in Songs zu verwandeln?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ja, nat\u00fcrlich. Ich denke, egal ob es Kunst ist oder Sport oder was auch immer, jeder sollte eine M\u00f6glichkeit haben, seine inneren Spannungen auszudr\u00fccken. Wir haben alle etwas zu geben, es gibt keinen anderen Weg. Mir ist nur aufgefallen, dass die negativen Dinge, auf die wir reagieren, in den meisten F\u00e4llen gar nicht negativ sind. Es ist nur unsere Wahrnehmung davon. Ein Beispiel: \u201eVerdammt, ich habe den Job nicht bekommen, alles ist schei\u00dfe.\u201c Woher wei\u00dft Du das? Es gibt in fast jeder Situation positive Aspekte. Nat\u00fcrlich verstehe ich, dass es Momente gibt, in denen man wirklich traurig ist. Als zum Beispiel mein Vater vor vier Jahren gestorben ist, das war wirklich schlimm. Man muss das annehmen, man muss trauern. Das ist ganz nat\u00fcrlich und das sollte man tun. Aber so generell, in den meisten Momenten, in denen wir eine Trag\u00f6die konstruieren, ist es einfach nur ein extrem gro\u00dfes Kommunikationsproblem, weil Leute zu stolz sind, um miteinander zu reden. Viele Familiendramen sind genau darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, einfach nur, weil man den Standpunkt der anderen Person nicht sehen will und zu stur ist. Es findet kein Gespr\u00e4ch statt. Verdammt, jetzt bin ich schon wieder abgeschweift&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stimmt&#8230;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Aber das liegt einfach daran, dass ich es gro\u00dfartig f\u00e4nde, wenn ich Menschen ein wenig dazu inspirieren k\u00f6nnte, die Welt aus einer positiven Perspektive wahrzunehmen. Mir scheint es manchmal, dass genau das fehlt. Ich wei\u00df, das klingt jetzt kitschig&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So kitschig klingt das f\u00fcr mich gar nicht.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich denke, das Leben ist tats\u00e4chlich kitschig, direkt und einfach. Zum Beispiel, wenn man sagt: ich mag diese Blume. Kinder k\u00f6nnen das sehr gut. Sie m\u00fcssen es nicht hinterfragen. Sie k\u00f6nnen einfach gl\u00fccklich sein, weil sch\u00f6nes Wetter ist und die Sonne scheint. Diese positive Sichtweise m\u00fcssen wir wieder lernen. Das ist Arbeit. Ich habe da auch viel an mir selbst gearbeitet. Ich meine, ich hatte Depressionen und das verfolgt mich manchmal immer noch. Viele Leute sagen oft zu mir: Du bist so positiv, Du hast ja keine Ahnung wie es ist. Oh, doch, ich wei\u00df wie es ist. Ich hatte wirklich sehr dunkle Momente. Aber ich habe versucht, an mir zu arbeiten, um positiv zu sein. Und ich denke, dass das gerade in der heutigen Gesellschaft wichtig ist. Es ist heutzutage \u201ein\u201c, negativ zu sein und Angst zu haben. Die Nachrichten und die Werbung tun einen gro\u00dfen Teil dazu, uns in diesem Zustand zu best\u00e4rken. \u00c4ngstliche und negative Menschen sind viel leichter zu manipulieren, weil sie alles tun werden, um die Angst loszuwerden. Aber in vielen F\u00e4llen ist diese Angst eben nur eine Illusion.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das ist doch ein wundersch\u00f6ner Schlusssatz. Vic, ich danke Dir f\u00fcr dieses wunderbare und ehrliche Gespr\u00e4ch. Das waren eine Menge tiefsinniger Gedanken.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bitte &#8211; ich habe jede Menge davon. <\/em>[lacht]<em> Ich hoffe, dass es nicht zu ausufernd war. Aber ich denke wirklich viel \u00fcber diese Dinge nach. Es ist wichtig, in dieser verr\u00fcckten Welt nicht verr\u00fcckt zu werden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEs ist wichtig, in dieser verr\u00fcckten Welt nicht verr\u00fcckt zu werden.\u201c Die aus Lettland stammende S\u00e4ngerin VIC ANSELMO war vor einigen Wochen mit ihrer Akustik-Show zu Gast in Berlin. Kurz vor dem Auftritt hatten wir die Gelegenheit, uns bei einer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/interview-vic-anselmo\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,147,143],"tags":[166,167,298,275],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7810"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7810"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7810\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7818,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7810\/revisions\/7818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}