{"id":7705,"date":"2017-04-19T00:32:41","date_gmt":"2017-04-18T22:32:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=7705"},"modified":"2017-04-19T00:41:50","modified_gmt":"2017-04-18T22:41:50","slug":"waldkauz-mythos-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/gehoert\/musik\/waldkauz-mythos-cd-review\/","title":{"rendered":"WALDKAUZ &#8211; \u201eMythos\u201c (CD-Review)"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Mythos_Cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-7706 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Mythos_Cover-300x273.jpg\" alt=\"Mythos_Cover\" width=\"300\" height=\"273\" srcset=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Mythos_Cover-300x273.jpg 300w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Mythos_Cover.jpg 673w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ich gestehe, als ich damals das erste Album der Nachwuchs-Paganfolker von <a href=\"http:\/\/wald-kauz.de\" target=\"_blank\">WALDKAUZ<\/a> h\u00f6rte, dachte ich mir: Oh Gott, die x-te Kopie der gro\u00dfen Vorbilder, das braucht doch kein Mensch&#8230; Mit ihrem zweiten Studiowerk \u201eMythos\u201c straft mich das Quartett allerdings nachhaltig L\u00fcgen, denn das Ding l\u00e4uft bei mir schon seit Tagen in Dauerschleife.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Yeah, sie klingen ein bisschen wie eine Hochzeit zwischen FAUN und OMNIA.\u201c Dieser Satz, mit dem ich mich zun\u00e4chst in meinem Urteil best\u00e4tigt sah, fiel auf einem Festival in Berlin im Fr\u00fchjahr 2016 und stammt von keiner anderen als Jenny Evans \u2013 Van der Harten (OMNIA). Um kein falsches Bild zu erwecken, darf man allerdings nicht verschweigen, dass er in Verbindung mit einem weiteren Satz ihrerseits fiel, n\u00e4mlich \u201eKennst Du sie? Sie sind gro\u00dfartig!\u201c Von der Gro\u00dfartigkeit der Band lie\u00df ich mich in der Folge bei mehreren Gelegenheiten, sozusagen Schritt f\u00fcr Schritt \u00fcberzeugen, und zwar auf der B\u00fchne. Da, das steht fest, machen <a href=\"http:\/\/wald-kauz.de\" target=\"_blank\">WALDKAUZ<\/a> n\u00e4mlich wirklich Spa\u00df und eine gute Liveband hat bei mir sowieso fast immer schon zu zwei Dritteln gewonnen. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Aber hier geht es ja nicht um eine Livekritik, sondern um das neue Studio-Werk der Band. Was hat sich darauf im Vergleich zum Vorg\u00e4nger ge\u00e4ndert? Eigentlich gar nicht so viel, aber Kleinigkeiten k\u00f6nnen manchmal viel ausmachen. Denn freilich haben <a href=\"http:\/\/wald-kauz.de\" target=\"_blank\">WALDKAUZ<\/a> mit \u201eMythos\u201c jetzt nicht das (Paganfolk-)Rad komplett neu erfunden, sondern bewegen sich Genre-\u00fcblich musikalisch fr\u00f6hlich wildernd zwischen verschiedenen Folk-Stilen und Traditionen, von den keltischen Inseln bis in die Ukraine. Und nat\u00fcrlich klingt das bei einigen Songs manchmal stellenweise auch noch nach FAUN und OMNIA, je nachdem mal mehr nach den einen, mal mehr nach den anderen. Aber eben nicht nur und selbst in den F\u00e4llen wo es das tut, klingt es irgendwie nicht mehr nach einer ehrf\u00fcrchtigen Kopie. Ganz im Gegenteil, in weiten Teilen wirkt das um einiges frischer und ber\u00fchrt mich mehr als alles, was die beiden Genre-Dinos in letzter Zeit so ver\u00f6ffentlicht haben. Wenn man bei dem eingangs erw\u00e4hnten Bild der Hochzeit bleiben will, so k\u00f6nnte man sagen, dass es sich nun um das Kind aus dieser Verbindung handelt und damit um eine eigenst\u00e4ndige Pers\u00f6nlichkeit, die mit diesem Album nachweislich fl\u00fcgge geworden ist. \u201eElterliche\u201c Unterst\u00fctzung w\u00e4re demnach also gar nicht mehr vonn\u00f6ten, und so ist Niel Mitras Remix von \u201eWaldlandreich\u201c am Ende des Ganzen dann auch nicht mehr als ein sch\u00f6ner Bonus, denn der Song ist an und f\u00fcr sich schon erstklassig.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/DZkMMwPF9do?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">\u00c0 propos&#8230; durchweg erstklassig ist auf \u201eMythos\u201c auch das Arrangement der St\u00fccke und die Produktion. Vor allem bemerkenswert aber ist auf der Scheibe das Gesp\u00fcr der Band f\u00fcr Melodien, die sich sofort in Ohr und Herz festsetzen. Mit dem energiegeladenen \u201eBaba Jaga\u201c etwa haben die Kauze definitiv meinen Fr\u00fchlings-Gute-Laune-Tune f\u00fcr dieses Jahr geliefert, und er hat gute Chancen, es auch den Sommer \u00fcber zu bleiben. F\u00fcr mich nur ganz knapp dahinter das vertr\u00e4umtere und einfach nur zum Heulen sch\u00f6ne \u201eRaigan Dannsa\u201c, aber auch das etwas d\u00fcstere \u201eFather of Stone\u201c z\u00e4hlt zu meinen Favoriten auf dem Album. Dass ich jetzt hier diese vier Songs besonders herausgreife soll aber keineswegs hei\u00dfen, dass der Rest schlechter ist. Das ist in diesem Moment eine rein pers\u00f6nliche Geschmacksfrage und andere werden mit Sicherheit ihre eigenen Lieblingsst\u00fccke finden. Bei der hochkar\u00e4tigen Auswahl w\u00e4re es jedenfalls mehr als verwunderlich, wenn dem nicht so w\u00e4re.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">In den neuen Songs der Nachteulen tummeln sich neben Hexen und versteinerten Zwergenk\u00f6nigen unter anderem Wasserm\u00e4nner, mythische slawische Waldh\u00fcter und allerlei Feen-Volk. Der pagane Zauber dieser Erz\u00e4hlungen aus einer magischen Zeit wird nicht nur in der Musik sp\u00fcrbar, er findet sich auch in der liebevollen Gestaltung des Booklets wieder, das wie ein kleines M\u00e4rchenbuch anmutet und in dem man nicht nur die Texte und wundervolle Grafiken sowie Hintergrundinfos zu einzelnen St\u00fccken findet, sondern das auch noch manch andere Entdeckung bereith\u00e4lt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Um abschlie\u00dfend noch einmal kurz zum Familien-Bild zur\u00fcckzukehren&#8230; so ein Kind hat ja nicht nur Eltern, die es beeinflussen. Da gibt es noch jede Menge andere Verwandtschaft, die man vielleicht auch hier an der ein oder anderen Stelle herauszuh\u00f6ren glaubt. In manchen F\u00e4llen t\u00e4uscht man sich da allerdings tats\u00e4chlich nicht. So haben \u201eTante\u201c Fieke und \u201eTante\u201c Sophie von CESAIR das Hackbrett beziehungsweise Cello zu \u201eBaba Yaga\u201c beigesteuert, Sophie ist zudem auch noch bei \u201eAm Wegesrand\u201c und \u201eVom Wassermann\u201c dabei. Jule von TRISKILIAN spendierte die Nyckelharpa-Parts zu \u201eLeshy\u201c und der Kollege Shawn Hellmann von der KILLKENNY BAND ist bei \u201eBaba Yaga\u201c und \u201eRaigan Dannsa\u201c an der Akustikgitarre und bei \u201eRingaloo ya Merry-O\u201c an der Bodhran zu vernehmen.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Fazit: Manche Bands beeindrucken mit einem Hammer-Deb\u00fct und k&#8230;.. danach ab, manche schleichen sich an und treffen erst mit ihrer zweiten Ver\u00f6ffentlichung ins Herz \u2013 dann aber richtig. \u201eMythos\u201c ist schon zu diesem Zeitpunkt definitiv eines meiner Lieblingsalben des Jahres!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wald-kauz.de\" target=\"_blank\">WALDKAUZ<\/a><br \/>\nMythos<br \/>\nFuego (Indigo)<br \/>\nV\u00d6: 22.04.2017<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tracklist:<\/p>\n<p>01. Zwielicht<br \/>\n02. Mati Syra Zemlya<br \/>\n03. Am Wegesrand<br \/>\n04. Ringaloo ya Merry-O<br \/>\n05. Father of Stone<br \/>\n06. Leshy<br \/>\n07. Mond &amp; Sonne<br \/>\n08. Woods of \u0423\u043a\u0440\u0430\u0457\u043d\u0430<br \/>\n09. Baba Jaga<br \/>\n10. Waldlandreich<br \/>\n11. Hinter der Brombeerhecke<br \/>\n12. Vom Wassermann<br \/>\n13. Karneia<br \/>\n14. Raigan Dannsa<br \/>\n15. Bonus Track &#8211; Dimna Juda<br \/>\n16. Bonus Track &#8211; Waldlandreich (<em>Niel Mitra Remix<\/em>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich gestehe, als ich damals das erste Album der Nachwuchs-Paganfolker von WALDKAUZ h\u00f6rte, dachte ich mir: Oh Gott, die x-te Kopie der gro\u00dfen Vorbilder, das braucht doch kein Mensch&#8230; Mit ihrem zweiten Studiowerk \u201eMythos\u201c straft mich das Quartett allerdings nachhaltig &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/gehoert\/musik\/waldkauz-mythos-cd-review\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[144,139],"tags":[230,421,418,419,176,152,420,374,201,416,417,185],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7705"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7705"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7705\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7709,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7705\/revisions\/7709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7705"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7705"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7705"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}