{"id":7641,"date":"2017-03-23T13:38:40","date_gmt":"2017-03-23T12:38:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=7641"},"modified":"2017-03-23T13:50:04","modified_gmt":"2017-03-23T12:50:04","slug":"pekko-kaeppi-khhl-sanguis-meus-mama-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/pekko-kaeppi-khhl-sanguis-meus-mama-cd-review\/","title":{"rendered":"PEKKO K\u00c4PPI &#038; K:H:H:L \u2013 Sanguis Meus, Mama! (CD-Review)"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/PEKKO-K\u00c4PPI-KHHL-Sanguis-meus-Mama-COVER.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-7642 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/PEKKO-K\u00c4PPI-KHHL-Sanguis-meus-Mama-COVER-300x270.jpg\" alt=\"PEKKO K\u00c4PPI + KHHL - Sanguis meus Mama - COVER\" width=\"300\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/PEKKO-K\u00c4PPI-KHHL-Sanguis-meus-Mama-COVER-300x270.jpg 300w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/PEKKO-K\u00c4PPI-KHHL-Sanguis-meus-Mama-COVER.jpg 832w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Eine archaische Leier aus Finnland und amerikanischer S\u00fcdstaaten-Blues haben so gar nichts miteinander zu tun, m\u00f6chte man meinen. Nun, wer solches meint, denkt a) nicht schubladenfrei und hat b) mit Sicherheit noch nie <a href=\"http:\/\/pekkokappi.com\/\" target=\"_blank\">PEKKO K\u00c4PPI<\/a> gelauscht.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Eigentlich mutet besagte Mischung inzwischen ja auch gar nicht mehr ganz so seltsam an. Dass sich nordische Kl\u00e4nge und Blues tats\u00e4chlich sehr gut vertragen, hat beispielsweise Bluesgitarren-Gott JOE BONAMASSA mit seinem Acoustic-Projekt schon vor einigen Jahren hinl\u00e4nglich bewiesen. Mats Westers Nyckelharpa hatte sich dort ja beinahe wie selbstverst\u00e4ndlich ins Gesamtbild eingef\u00fcgt. Die Musik von <a href=\"http:\/\/pekkokappi.com\/\" target=\"_blank\">PEKKO K\u00c4PPI<\/a> ist da schon etwas eigenwilliger&#8230; und wilder. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Er spielt die Jouhikko, eine alte Leier aus der Region Karelien, die traditionell mit dem Bogen gestrichen wird. Dabei wei\u00df der Mann recht genau, was er da tut, schlie\u00dflich hat er das Instrument im Rahmen eines langj\u00e4hrigen Musikethnologie-Studiums erlernt und erforscht. Doch <a href=\"http:\/\/pekkokappi.com\/\" target=\"_blank\">PEKKO K\u00c4PPI<\/a> hat auch den Blues im Blut, sp\u00e4testens seit er als Sch\u00fcler bei einem Austauschprogramm einige Zeit in den USA verbracht und die dortige Musikwelt kennengelernt hatte. In seinem Schaffen ergibt das eine schr\u00e4ge, aber auch irgendwie unwiderstehliche Mischung. Auch und vor allem, weil K\u00e4ppi zwar aus Traditionen sch\u00f6pft, dabei aber keineswegs puristisch unterwegs ist. In seinem Klangkosmos ist auch ein Moog-Synthesizer nicht fehl am Platz und die Jouhikko wird durch allerlei Effekte gejagt und ist dadurch gar nicht immer als solche erkennbar.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Unterst\u00fctzt wird der Wandler zwischen den Welten von Nuuti Vaapaavuori am Bass und Tommi Laine an der Cigarbox-Gitarre. Zusammen nennen sich die beiden K:H:H:L, was ausgeschrieben und \u00fcbersetzt wohl soviel hei\u00dft wie \u201eDie Knochen des toten verr\u00fcckten Pferdes\u201c. Der Name spricht ein bisschen B\u00e4nde, ebenso wie das schr\u00e4ge Video zum Auftaktsong \u201eMun vereni\u201c. Die spinnen, die Finnen&#8230; Die in besagtem Video verwendete Nadel-\u201ePuppe\u201c passt \u00fcbrigens hervorragend zu den Voodoo-Vibes des Songs. \u00dcberhaupt sind die Texte, bei denen sich der K\u00fcnstler thematisch teilweise aus der heidnischen finnischen Vergangenheit bedient, allesamt eher d\u00fcster, selbst wenn der ein oder andere Song durchaus mal fr\u00f6hlicher klingen mag. Von vergrabenen Sch\u00e4deln, Leichenstaub und Priestern mit Maschinengewehren ist da die Rede, oder von Fl\u00fcchen und Verw\u00fcnschungen \u2013 womit wir dann irgendwie wieder beim Voodoo w\u00e4ren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Zu Text und Musik kommt die charakteristische Stimme des selbsternannten Jouhikko-Schamanen, die am Anfang von \u201eMun vereni\u201c \u00fcbrigens fast ein klein wenig an MANU CHAO erinnert. Zusammen ergibt das eine synergetische Mischung aus bluesig-groovigen, manchmal aber auch sanfteren, eher rockballadesken St\u00fccken, die trotz der eingesetzten Effekte immer einen sehr erdigen Charakter bewahren.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Fazit: Klingt jetzt alles irgendwie schr\u00e4g? Ist es auch. Aber eben auch verdammt gut. Eigentlich stammt das Album ja schon aus dem Jahr 2015, auf <a href=\"http:\/\/www.nordic-notes.de\" target=\"_blank\">Nordic Notes<\/a> erscheint es nun aber erstmals auch in Deutschland. Die finnische Presse war der Meinung: \u201eHot Stuff\u201c&#8230; und da wollen wir den Kollegen aus dem Norden keinesfalls widersprechen. Unbedingt Reinh\u00f6ren!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tracklist:<\/p>\n<p>1. Mun vereni<br \/>\n2. Piika Kaarin<br \/>\n3. Ruumiin tomua<br \/>\n4. Rakastatko minua?<br \/>\n5. Kuka pelk\u00e4\u00e4 petoa?<br \/>\n6. M:O:K<br \/>\n7. Jussi-set\u00e4<br \/>\n8. Kokkovirsi<br \/>\n9. Laihan koiran haukku ei kuulu taivaaseen<br \/>\n10. Veri verest\u00e4<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/pekkokappi.com\/\" target=\"_blank\">Pekko K\u00e4ppi<\/a> &amp; K:H:H:L<br \/>\nSanguis Meus, Mama!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nordic-notes.de\" target=\"_blank\">Nordic Notes<\/a><br \/>\nV\u00d6: 24.03.2017<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"360\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/aWUMx79mz_Q?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine archaische Leier aus Finnland und amerikanischer S\u00fcdstaaten-Blues haben so gar nichts miteinander zu tun, m\u00f6chte man meinen. 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