{"id":7049,"date":"2016-06-02T23:58:17","date_gmt":"2016-06-02T21:58:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=7049"},"modified":"2016-06-09T23:11:08","modified_gmt":"2016-06-09T21:11:08","slug":"wild-palms-live-together-eat-each-other-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/wild-palms-live-together-eat-each-other-cd-review\/","title":{"rendered":"WILD PALMS &#8211; Live Together, Eat Each Other (CD-Review)"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/WILD-PALMS-live-together-eat-each-other-artwork1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-7059 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/WILD-PALMS-live-together-eat-each-other-artwork1-300x300.jpg\" alt=\"WILD PALMS - live together, eat each other - artwork\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/WILD-PALMS-live-together-eat-each-other-artwork1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/WILD-PALMS-live-together-eat-each-other-artwork1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/WILD-PALMS-live-together-eat-each-other-artwork1.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Lou Hill, Gareth Jones, Darrell Hawkins und James Parish lernten sich bereits zu Schulzeiten beziehungsweise kurz danach in London kennen. Zun\u00e4chst gr\u00fcndeten sie eine Band unter dem Namen EX-LION TAMERS. Ihr Stil war zu dieser Zeit eher im Post-Punk und Art-Rock Genre zu verorten. Als sich der Erfolg einstellte, benannten sie sich in <a href=\"http:\/\/wearewildpalms.com\/\" target=\"_blank\">WILD PALMS<\/a> um und erg\u00e4nzten ihren Sound um eine deutliche Psychedelic-Komponente. 2010 unterschrieb die Band f\u00fcr drei Alben beim britischen Indie-Label <a href=\"http:\/\/indian.co.uk\/\" target=\"_blank\">One Little Indian<\/a> und ver\u00f6ffentlichte im Folgejahr Deb\u00fct \u201eUntil Spring\u201c. Nun, ganze f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter, erscheint endlich ihre zweite Scheibe mit dem suggestiven Titel \u201eLive Together, Eat Each Other\u201c.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Mit dem Erstling hatten <a href=\"http:\/\/wearewildpalms.com\/\" target=\"_blank\">WILD PALMS<\/a> seinerzeit von den Kritikern h\u00f6chst unterschiedliche Reaktionen geerntet. W\u00e4hrend die einen das Album \u201eromantisch\u201c, \u201eepisch\u201c und \u201eliebevoll zusammengef\u00fcgt\u201c fanden, nannten andere es \u201ewenig kontrastreich\u201c, \u201e\u00fcberzogen\u201c, \u201e\u00fcberambitioniert\u201c oder schlicht \u201elangweilig\u201c. Ein Werk, dass ein derart geteiltes Echo hervorruft, ist es zumindest wert, geh\u00f6rt zu werden, so dachte ich seinerzeit und ich gestehe, dass ich zu den eher positiv \u00fcberraschten geh\u00f6rte.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Bei einer Produktionszeit von weniger als einem Jahr h\u00e4tte man dann meinen k\u00f6nnen, dass auch die zweite Platte nicht lange auf sich warten lassen w\u00fcrde. Pustekuchen. F\u00fcr \u201eLive Together, Eat Each Other\u201c lie\u00dfen sich die vier Jungs dann mal so richtig ordentlich Zeit. Darauf spielt auch der Titel des Ganzen an: \u201eDa wir so lange daran sa\u00dfen, so vieles neu aufgenommen haben und die Schichten der St\u00fccke sich so oft ver\u00e4nderten, kam es uns am Ende teilweise so vor, als ob sich die Songs gewisserma\u00dfen selbst aufgefressen haben um dann in ver\u00e4nderter Form wieder hervorgew\u00fcrgt zu werden.\u201c, erkl\u00e4rt S\u00e4nger Lou Hill. Dass das Album \u00fcberhaupt erschienen ist und die Band sich nicht v\u00f6llig verzettelte, ist, wie die Musiker zugeben, zu einem Teil der Hinzuziehung von Produzent Liam Howe (u.a. LANA DEL REY, FKA TWIGS) zu verdanken.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Nun k\u00f6nnte man berechtigterweise Angst haben, dass bei einer derart verkopften Herangehensweise und perfektionistischen Bastelei das Urspr\u00fcngliche der Musik auf der Strecke bleibt und man es mit einer verquast-intellektuellen und eher anstrengenden Platte zu tun hat. Diese Bef\u00fcrchtungen erweisen sich beim H\u00f6ren jedoch schnell als nichtig. Ganz im Gegenteil: der Sound klingt im Vergleich zum Vorg\u00e4nger zwar wesentlich facettenreicher, aber auch irgendwie frischer. Die neun Tracks (+ Intro + drei Zwischenst\u00fccke) rangieren zwischen Art-Pop, Indie, Alternative, Prog und Psychedelic; gelegentlich lassen sich auch House- beziehungsweise Club-Elemente entdecken. Die Songs transportieren durchweg eine vertr\u00e4umte, zuweilen auch vertr\u00e4umt-d\u00fcstere Stimmung, die dem Album trotz der verschiedenen Einfl\u00fcsse, die in der Musik h\u00f6rbar sind und bei aller Lust der Band, verschiedene Schichten und Klangebenen zu kreieren, einen gewissen durchgehenden Flow verleiht. Und nat\u00fcrlich gibt es auch ein klar verbindendes Element in Form der Stimme von Lou Hill, die gleichsam androgyn wie einpr\u00e4gsam \u00fcber den Klanggem\u00e4lden schwebt und den H\u00f6rer sehr schnell einf\u00e4ngt.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Fazit: Eine stimmige Weiterentwicklung. Mit \u201eLive Together, Eat Each Other\u201c ist <a href=\"http:\/\/wearewildpalms.com\/\" target=\"_blank\">WILD PALMS<\/a> ein anspruchsvolles Indie-Pop Album gelungen, das vielleicht nicht unbedingt mit einer Menge an hitverd\u00e4chtigen Songs gl\u00e4nzt, aber durchgehend sch\u00f6n zu h\u00f6ren ist und auf jeden Fall seine Liebhaber finden wird. Musik f\u00fcr einen relaxten Sommerabend.<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Anspieltipps:<\/strong> \u201eEnnio\u201c, \u201eLance and Candice\u201c<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">V\u00d6: 03.06.2016<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/indian.co.uk\/\" target=\"_blank\">One Little Indian<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/www.roughtrade.de\/\" target=\"_blank\">Rough Trade<\/a><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">Tracklist:<\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">1. You Could Be Better (Intro)<br \/>\n2. Ennio<br \/>\n3. Again No<br \/>\n4. Rainmaking (Interlude)<br \/>\n5. A Is ForApple<br \/>\n6. 100 Cymbals<br \/>\n7. Flowers (Interlude)<br \/>\n8. Lance and Candice<br \/>\n9. Hungry-mouthed Hunting Dogs<br \/>\n10. Temper Gold<br \/>\n11. Open Window (Interlude)<br \/>\n12. Nothing<br \/>\n13. Feathers (pts 1 &amp; 2)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lou Hill, Gareth Jones, Darrell Hawkins und James Parish lernten sich bereits zu Schulzeiten beziehungsweise kurz danach in London kennen. Zun\u00e4chst gr\u00fcndeten sie eine Band unter dem Namen EX-LION TAMERS. 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