{"id":7046,"date":"2016-05-31T01:32:34","date_gmt":"2016-05-30T23:32:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=7046"},"modified":"2016-06-03T00:06:00","modified_gmt":"2016-06-02T22:06:00","slug":"olga-bell-tempo-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/olga-bell-tempo-cd-review\/","title":{"rendered":"OLGA BELL \u2013 Tempo (CD-Review)"},"content":{"rendered":"<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/olga-bell-tempo-album-artwork.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" size-medium wp-image-7047 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/olga-bell-tempo-album-artwork-300x300.jpg\" alt=\"olga-bell-tempo-album-artwork\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/olga-bell-tempo-album-artwork-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/olga-bell-tempo-album-artwork-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/olga-bell-tempo-album-artwork.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die geb\u00fcrtige Moskauerin Olga Balashova aka <a href=\"http:\/\/bellinspace.com\/\" target=\"_blank\">OLGA BELL<\/a> galt schon fr\u00fch als musikalisches Wunderkind. Nachdem sie mit ihrer Mutter im Alter von sieben Jahren in die USA emigrierte, begann sie mit dem Klavierunterricht und bereits mit 12 spielte sie mit dem Symphonieorchester ihrer neuen Heimatstadt Anchorage. Mit 16 war sie dort bereits Solistin. Nach Abschluss ihres Studiums zog es sie nach New York, wo sie sich der elektronischen Musik zuwandte. Seither arbeitet sie als S\u00e4ngerin, Songschreiberin, Komponistin, Produzentin und Video-Regisseurin und spielt in mehreren Bands (u.a. CHAIRLIFT, DIRTY PROJECTORS). Vor wenigen Tagen erschien ihr zweites Soloalbum \u201eTempo\u201c.<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><!--more--><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Im Gegensatz zum Vorg\u00e4nger \u201eKrai\u201c (<i>\u041a\u0440\u0430\u0439<\/i>), auf dem sie sich mit ihrer russischen Herkunft auseinandersetzte, und dessen Texte in russisch gesungen wurden, wendet sich <a href=\"http:\/\/bellinspace.com\/\" target=\"_blank\">OLGA BELL<\/a> auf der neuen Scheibe wieder mehr ihrem derzeitigen Lebensmittelpunkt Amerika zu, angefangen bei den englischen Texten bis hin zum Abschluss-Track, der ihre Wahlheimat im Titel tr\u00e4gt. Der Folk-Einfluss, der auf \u201eKrai\u201c deutlich sp\u00fcrbar war, wurde auf \u201eTempo\u201c nun gegen Trip-Hop und House eingetauscht. Was allerdings geblieben ist, ist die Lust am Experiment. Manche der Songs wirken anfangs ein wenig sperrig und erschlie\u00dfen sich nicht gleich beim ersten H\u00f6ren. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\">Das Album ist zuerst f\u00fcr den K\u00f6rper, dann erst f\u00fcr den Geist\u201c, meint die K\u00fcnstlerin dazu. Was sie damit sagen will ist, dass diesmal das Tempo \u2013 der Albumtitel kommt nicht von ungef\u00e4hr \u2013 und der Beat f\u00fcr sie beim Songwriting klar im Vordergrund standen: \u201eIch habe bei jedem Song damit angefangen, genau \u00fcber das Tempo nachzudenken, in dem ich alleine dem Metronom zugeh\u00f6rt habe und versucht habe, seine Verbindung zu meinem K\u00f6rper zu erf\u00fchlen, aber auch zur Geschwindigkeit des Tages, zum Wetter oder zum Licht\u201c, erkl\u00e4rt sie. Diese verschiedenen Einfl\u00fcsse und Verbindungen manifestieren sich auf dem Album dann auch in unterschiedlichsten Rhythmen und Tempi \u2013 von den tief vibrierenden Bass-Beats bei \u201eDoppio\u201c \u00fcber das d\u00fcster-treibende \u201eRitual\u201c bis hin zu hochgradig tanzbaren Upbeat-St\u00fccken wie \u201eRandomness\u201c. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die urspr\u00fcngliche Inspiration zu \u201eTempo\u201c kam, so Olga, \u00fcbrigens durch den mehrfach preisgekr\u00f6nten 1990iger Dokumentarfilm \u201eParis is burning\u201c, der die New Yorker (Drag-)Ball-Szene der sp\u00e4ten 80er portr\u00e4tiert. \u00c4hnlich wie der Film bietet auch das Album eine bunte Collage \u2013 in diesem Fall nat\u00fcrlich musikalisch \u2013 aus elektronischen Kl\u00e4ngen und Stilen, mal vorw\u00e4rts treibend, mal elegant zur\u00fcckgenommen und immer getragen von Olgas markant-sch\u00f6ner Stimme. Ein wunderbares, komplexes Klanggem\u00e4lde \u00fcber dem Rhythmus des Lebens. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: medium;\">Fazit: Geheimtipp! Ein Album, bei dem es sich durchaus lohnt, es ein zweites (und drittes) Mal zu h\u00f6ren. <\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: medium;\">V\u00d6: 27.05.2016<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/indian.co.uk\/\" target=\"_blank\">One Little Indian<\/a> \/ <a href=\"http:\/\/www.roughtrade.de\/\" target=\"_blank\">Rough Trade<\/a><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: medium;\">Tracklist<\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\"><span style=\"font-size: medium;\">01. Power User<br \/>\n02. Doppio<br \/>\n03. Randomness<br \/>\n04. ATA<br \/>\n05. Regular<br \/>\n06. Zone<br \/>\n07. Ritual (ft. Sara Lucas)<br \/>\n08. Your Life is a Lie<br \/>\n09. Stomach It<br \/>\n10. America <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die geb\u00fcrtige Moskauerin Olga Balashova aka OLGA BELL galt schon fr\u00fch als musikalisches Wunderkind. 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