{"id":6307,"date":"2015-07-14T23:17:40","date_gmt":"2015-07-14T21:17:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=6307"},"modified":"2015-07-15T00:26:27","modified_gmt":"2015-07-14T22:26:27","slug":"25-tanz-und-folkfest-rudolstadt-02-05-07-2015-teil-ii-saso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/gesehen\/musik-live\/25-tanz-und-folkfest-rudolstadt-02-05-07-2015-teil-ii-saso\/","title":{"rendered":"25. Tanz- und Folkfest Rudolstadt \u2013 (02.-05.07.2015) \u2013 Teil II (Sa\/So)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><b>Samstag<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Der Samstag ist traditionell der l\u00e4ngste Tag des Festivals. Mehr als 13 Stunden Musik &#8211; von den ersten Tanzauff\u00fchrungen um 11 Uhr mittags bis zum Ende des letzten Konzerts um 02:30 nachts, das schlaucht, zumal bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen. So entschlossen wir uns dazu, uns an diesem Tag auf das Programm in der Innenstadt und im Park zu konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Auf dem Theaterplatz verbreitete die Chemnitzer Band <a href=\"http:\/\/www.gruppa-kms.de\/\" target=\"_blank\">GRUPPA KARL-MARX-STADT <\/a>schon zu fr\u00fcher Stunde gute Laune und machte damit ihrem Deb\u00fctalbum \u201eWir werden Spa\u00df haben\u201c alle Ehre. Seit gerade einmal zwei Jahren verbinden die vier jungen Musiker Balkankl\u00e4nge und Russendisko zu einer launigen Mischung. Fr\u00f6hlich wurde vor der B\u00fchne herumgeh\u00fcpft, gelegentlich sorgte Wasser aus Spr\u00fchflaschen f\u00fcr willkommene Abk\u00fchlung. Sp\u00e4ter trat das Quartett noch einmal in den Bauernh\u00e4usern auf und versammelte dort so viele feierfreudige Leute um sich, dass es schwierig wurde, \u00fcberhaupt noch einen Platz im Innenhof der H\u00e4user zu finden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/18848930924\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/515\/18848930924_0cac5597ac_z.jpg\" alt=\"HiNana\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">W\u00e4hrend im Tanzzelt und im Stadthaus Mitmacht\u00e4nze auf dem Programm standen durften auf der gro\u00dfen B\u00fchne am Markt die Profis ran. Nach dem aus der Nachbarschaft stammenden <a href=\"http:\/\/www.tanztheater-erfurt.de\/\" target=\"_blank\">TANZTHEATER ERFURT<\/a> zeigten die Norweger von NORSKE DANSERE verschiedene traditionelle T\u00e4nze mit einigen beeindruckenden akrobatischen Einlagen. Ihnen folgte mit H\u012a NANA eine Maori-Gruppe auf die B\u00fchne. Pr\u00e4-europ\u00e4ische Musik und T\u00e4nze wurden beim Kapa Haka mit moderneren Elementen, wie zum Beispiel der Gitarrenbegleitung, verbunden. Elegantes Poi-Schwingen und der ausdrucksstarke Haka-Tanz entf\u00fchrten die Zuschauer f\u00fcr eine Stunde ans andere Ende der Welt \u2013 in der ersten Reihe schwenkte sogar ein Begeisterter die passende Fahne.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19475728891\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/394\/19475728891_60eb862317_z.jpg\" alt=\"KarolinaCicha\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Acht Sprachen werden in Podlachien, der \u00f6stlichsten Provinz Polens, gesprochen. Kein Wunder, dass auch der Erfinder der Kunstsprache Esperanto aus dieser Region stammt. Ebenfalls von dort kommt die Schauspielerin und Musikerin <a href=\"http:\/\/karolinacicha.eu\/\" target=\"_blank\">KAROLINA CICHA<\/a> und entsprechend bunt war der Musikmix, mit dem sie und ihre Band am Samstagnachmittag im Park die multiethnischen und multireligi\u00f6sen Traditionen ihrer Heimat vorstellte. Dabei kamen sowohl alte Instrumente wie die slawische Gadulka als auch elektronische Loops zum Einsatz. In einigen Momenten f\u00fchlte man sich sogar an die leider aufgel\u00f6sten skandinavischen Folktroniker von <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Valravn\" target=\"_blank\">VALRAVN<\/a> erinnert \u2013 nur eben mit osteurop\u00e4ischem Einschlag. Die mit viel Charme pr\u00e4sentierte osteurop\u00e4ische Multikulti-Trance-Mischung kam beim Publikum vor der Konzertb\u00fchne merkbar gut an und auch f\u00fcr uns z\u00e4hlt <a href=\"http:\/\/karolinacicha.eu\/\" target=\"_blank\">KAROLINA CICHA<\/a> definitiv zu den positiven Neuentdeckungen beim diesj\u00e4hrigen TFF.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Die n\u00e4chste Gruppe auf der gro\u00dfen Parkb\u00fchne war dann ganz klar am falschen Ort zur falschen Zeit. F\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.valkyrienallstars.com\/\" target=\"_blank\">VALKYRIEN ALLSTARS<\/a> aus Norwegen, die im Rahmen des diesj\u00e4hrigen L\u00e4nderschwerpunkts auftraten, waren die Backofentemperaturen ein klares Handicap. S\u00e4ngerin und Geigerin Tuva Syvertsen, die krebsrot und nur mit BH bekleidet versuchte, der Sonneneinstrahlung zu trotzen, beklagte sich denn auch mehrfach in ihren Ansagen. Den widrigen Bedingungen zum Trotz zog die Band ihren Auftritt tapfer durch. Allerdings versetzte sie das Publikum mit ihren modern interpretierten norwegischen Folkst\u00fccken nicht wirklich in Begeisterung, dazu fehlte dem Ganzen einfach irgendwie der \u201eSchmiss\u201c &#8211; vielleicht war der aber auch einfach in der Sonne weggeschmolzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Wie das mit dem Schmiss geht, zeigte dann das Quartett <a href=\"https:\/\/oratnitzaband.wordpress.com\/\" target=\"_blank\">ORATNITZA<\/a> aus Bulgarien auf der Konzertb\u00fchne. Auch von ihnen wurden die heimatlichen Musiktraditionen neu interpretiert, so fanden unter anderem das australische Didgeridoo und (auf akustischen Instrumenten gespielte!) Drum &#8217;n&#8216; Bass &#8211; Elemente Eingang in die Performance. Hier jedoch animierte die Musik das Publikum wesentlich mehr als bei den Norwegern vorher auf der anderen Seite des Parks und so wuchs die tanzende Menge vor der B\u00fchne trotz der Temperaturen von Song zu Song immer mehr an. Ein Auftritt, der wirklich Laune machte!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Der Energie von <a href=\"https:\/\/oratnitzaband.wordpress.com\/\" target=\"_blank\">ORATNITZA<\/a> standen <a href=\"http:\/\/www.kalascima.it\/en\/\" target=\"_blank\">KAL\u00c0SCIMA<\/a> in nichts nach. Die sechs Italiener brachten mit ihrem powergeladenen Auftritt zur selben Zeit die gro\u00dfe B\u00fchne am Markt zum Beben. Die explosive Mischung aus modernisierter italienischer Folkmusik und Balkanbeats bezeichnen sie selbst als \u201ePsychedelic Trance Tarantella\u201c. Mit viel Elan boten sie ihre Musik, stets tanzbar bis zum \u00c4u\u00dfersten, dar und versetzten mit Leichtigkeit das Publikum zwischen den Stuhlreihen in Bewegung. Nicht ganz an die Stimmung des vorangegangenen Auftritts ankn\u00fcpfen konnte das Geigenensemble SM\u00c5VILTLAGET, das Paart\u00e4nze aus Mittelnorwegen mit nach Th\u00fcringen gebracht hatte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/18848923534\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/285\/18848923534_8765052542_z.jpg\" alt=\"Kalascima\" width=\"425\" height=\"640\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Ruhiger ging es derweil auf dem Neumarkt zu. Nacheinander standen dort zwei norwegische Bands auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Drei starke Frauenstimmen pr\u00e4gen das A-capella-Projekt <a href=\"http:\/\/www.eplemoya.no\/\" target=\"_blank\">EPLEM\u00d8YA SONGLAG<\/a>. Die Folk-S\u00e4ngerin Liv Ulvik und die beiden Jazz-Vokalistinnen Wenche Losneg\u00e5rd und Anja Eline Skybakmoen erz\u00e4hlten in ihrem Programm von M\u00e4dchen und Mythen. Mit sch\u00f6nen Harmonien und feinem Humor zauberten den Zuh\u00f6rern ein ums andere Mal ein L\u00e4cheln ins Gesicht. Ihnen folgte das <a href=\"http:\/\/www.gjermundlarsen.com\/\" target=\"_blank\">GJERMUND LARSEN TRIO<\/a> mit einem entgegengesetzten Konzept: Auf Gesang verzichteten sie ganz und lie\u00dfen die Instrumente f\u00fcr sich sprechen. Mit Geige, Harmonium und Kontrabass lie\u00dfen sie Geschichten und Bilder vor dem geistigen Auge entstehen und luden zum Tr\u00e4umen ein. Die klassische Ausbildung, die <a href=\"http:\/\/www.gjermundlarsen.com\/\" target=\"_blank\">GJERMUND LARSEN<\/a> an der renommierten Ole Bull Akademiet erhalten hat, blitzte immer wieder durch und verliehen den angejazzten Folkst\u00fccken eine zus\u00e4tzliche interessante Note.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Auf dem Markt f\u00fchrte die musikalische Reise in die Neue Welt. Mit ihrer Band <a href=\"http:\/\/www.perotachingo.com.ar\/\" target=\"_blank\">PEROT\u00c1 CHING\u00d3<\/a> pr\u00e4sentierten Dolores Aguirre und Julia Ortiz lateinamerikanische Musik frei von jeglichen Klischees, daf\u00fcr mit umso mehr Esprit. Nur sanft durch Percussion und Gitarre unterst\u00fctzt lag der Fokus dabei klar auf dem Gesang der beiden charismatischen Argentinierinnen. Auch im Heinepark wussten S\u00fcdamerikaner an diesem Nachmittag zu begeistern. Dort stand zur\u00fcck an der gro\u00dfen B\u00fchne brasilianische Musik \u201emal ganz anders\u201c auf dem Programm: <a href=\"http:\/\/www.kikodinucci.com.br\/\" target=\"_blank\">MET\u00c1 MET\u00c1<\/a> brachten nicht klassischen Samba, sondern eine wilde Mischung aus selbigem, Jazz, Funk, Afrobeat, Punk und Ambient zu Geh\u00f6r. Klingt komisch? Funktioniert aber! Das Publikum geriet jedenfalls merklich in Bewegung und das lag nicht nur daran, dass die Verh\u00e4ltnisse dank des tieferen Sonnenstands nicht mehr ganz so extrem waren wie noch drei Stunden zuvor.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19466628336\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/485\/19466628336_1a8f4721de_z.jpg\" alt=\"MetaMeta\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Waren die Brasilianer der Anschubser, so schafften es <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sorceressmusic\/timeline\" target=\"_blank\">SORCERESS<\/a> im Anschluss auf der Konzertb\u00fchne, die beinahe schon sprichw\u00f6rtliche Rudolst\u00e4dter Tanzbegeisterung vollends wiederzubeleben. Sucht man die Band im Internet, bekommt man momentan noch wenige Ergebnisse, was allerdings schlicht einem Namenswechsel zu verdanken ist. Bekannt wurde die Gruppe unter dem Namen FUNKOMMUNITY und erfreute sich schon seit mehreren Jahren gro\u00dfer Beliebtheit, nicht nur in ihrer Heimat Neuseeland. Warum auch immer man den Namen ge\u00e4ndert hat, verlernt hatten die Kiwis jedenfalls nichts. Die Mischung aus Electronic Soul, Dance- und Afrobeat, Rhythm\u2019n\u2019Blues Acid-Jazz und TripHop groovte derart, dass kaum jemand ruhig stehen bleiben mochte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19283847508\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/550\/19283847508_cc80b35f1c_z.jpg\" alt=\"Sorceress\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Einen Groove der ganz anderen Art, jedoch kaum weniger mitrei\u00dfend, bot danach der <a href=\"http:\/\/www.celticsocialclub.com\/\" target=\"_blank\">CELTIC SOCIAL CLUB<\/a> aus Frankreich. Die Musiker der Band haben fast alle einen Rock-Hintergrund und so verwunderte es nicht, dass die keltischen Melodien, die unter anderen auf Uillean Pipes, Fiddle und Mandoline gespielt wurden, mit einem satten Backing aus Stromgitarren und Schlagzeug versehen waren. Dazu noch ein Schuss Reggae und HipHop, und schon hatte man eine extrem tanzbare Mischung. Die Stimmung vor der gro\u00dfen B\u00fchne war dann auch dementsprechend ausgelassen. Ein besonderes Schmankerl war am Ende der Gastauftritt der 82j\u00e4hrigen Gwerz-Legende Louise Ebrel, obwohl der traditionelle bretonische Klagegesang f\u00fcr manchen auch anstrengend klang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Noch weitaus ungewohnter f\u00fcr hiesige Ohren war sicherlich der Auftritt des norwegischen Joik-S\u00e4ngers Torgeir <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/VassvikOfficial\/timeline\" target=\"_blank\">VASSVIK<\/a>. Den gutturalen Gesang der S\u00e1mi begleite er nicht nur mit der traditionellen Rahmentrommel, sondern kombinierte ihn auch mit Gitarren und Streichersounds und kreierte so sph\u00e4risch-magische Klanglandschaften, die hervorragend zu dem schon seit einiger Zeit \u00fcber der Stadt flackernden Wetterleuchten passten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19283838128\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/263\/19283838128_032928b4a2_z.jpg\" alt=\"Vassvik\" width=\"425\" height=\"640\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Da zu den zuckenden Blitzen nun auch noch Regen kam, und man eine nahende Gewitterfront bef\u00fcrchten musste, zogen wir es vor, dem letzten Konzert des Abends nur noch aus der Sicherheit des Zelts vom Campingplatz aus zu lauschen. Laut genug daf\u00fcr waren NOMADIC MASSIVE in jedem Fall, und mit ihrem druckvollen HipHop schaften sie es wohl auch, wie man h\u00f6rte, das verbliebene Publikum im Heinepark noch einmal so richtig aus der Reserve zu locken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><b>Sonntag<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der letzte Tag des Festivals gl\u00e4nzte noch einmal mit einigen besonderen Perlen. Vor allem Freunde der keltischen Musik kamen so richtig auf ihre Kosten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">F\u00fcr uns begann der Sonntag aber zun\u00e4chst einmal geruhsam nach einem Gang durch die kleine aber feine Waldzitherausstellung in der KulTourDiele im Garten des Schillerhauses. Bis zum Konzertbeginn von <a href=\"http:\/\/www.melaniedekker.com\/\" target=\"_blank\">MELANIE DEKKER<\/a> um 11.30 konnte man sich dort das Fr\u00fchst\u00fccksbuffet schmecken lassen. B\u00e4nken waren im Schatten des Baumes auf der Wiese aufgestellt, der sonnenbeschienenen Platz direkt vor der niedrigen B\u00fchne blieb leer. Die Kanadierin nahm das gelassen und f\u00fchrte mit viel Charme und Humor durch das zweigeteilte Set. In den vergangenen Jahren ist sie ausf\u00fchrlich durch Europa getourt und hat von diesen Reisen allerlei unterhaltsame Anekdoten mitgebracht, die sie zwischen ihren Folkpop-Songs einstreute. Ein gelungener Tageseinstieg!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19286729109\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/530\/19286729109_a72815eb72_z.jpg\" alt=\"MelanieDekker\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Im gem\u00fctlichen Handwerkerhof leitete unter einem blauen Pavillon <a href=\"https:\/\/hayelala.bandcamp.com\/\" target=\"_blank\">HAYELALA<\/a>, eine siebenk\u00f6pfige Band aus Israel, mit Klarinette, Kontrabass, Blasinstrumenten, Gitarre und Schlagzeug das Programm ein. Ihnen folgte <a href=\"http:\/\/www.manouz.de\/\" target=\"_blank\">MANOUZ<\/a>, bereits vor zwei Jahren mit <a href=\"http:\/\/www.felixmeyer.eu\/\" target=\"_blank\">FELIX MEYER<\/a> zahlreiche Auftritte auf und abseits der TFF-B\u00fchnen absolviert hatte. Nun kehrte er mit seiner eigenen Band, die Gitarre in der Hand und den altbekannten Teppich im Gep\u00e4ck, nach Rudolstadt zur\u00fcck. Als sehr unterhaltsam entpuppten sich wenig sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/www.die-band-o-ton.de\/die-band\/\" target=\"_blank\">O-TON<\/a>, die ausschlie\u00dflich selbst geschriebene St\u00fccke spielen und grunds\u00e4tzlich v\u00f6llig unverst\u00e4rkt auftreten. W\u00e4hrend sich die Instrumente gegen die Hintergrundger\u00e4uschkulisse gut durchsetzen konnten wurde es bei den Ansagen zwischendurch schwieriger. Mit zum Megafon geformten H\u00e4nden wurde diese Schwierigkeit von den gut gelaunten Musikern schnell \u00fcberwunden und es konnten sogar P\u00e4rchen vor der B\u00fchne zum Walzer tanzen motiviert werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19286713939\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/281\/19286713939_0091b92156_z.jpg\" alt=\"OTon\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">Auch auf dem Neumarkt wurde wieder allerhand geboten. Multiinstrumentalist und S\u00e4nger <a href=\"http:\/\/www.michaelalpert.org\/\" target=\"_blank\">MICHAEL ALPERT<\/a>, der im Klezmer-Revival der 70er und 80er eine wichtige Rolle spielte, trat dort gemeinsam mit seinem amerikanischen Kollegen <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/julian.kytasty\" target=\"_blank\">JULIAN KYTASTY<\/a> auf. Mit Akkordeon und Bandura vereinten sie in ihrem Programm \u201eNight Songs\u201c die j\u00fcdische Musiktradition Osteuropas mit der Folkmusik der Ukraine, die sich schon lange gegenseitig beeinflusst haben. Der anschlie\u00dfende Auftritt von TROLLMUSIKKEN gestaltete sich weniger als Konzert denn als schlichte Vorstellungsrunde alter Instrumente. Die vier Norweger teilten zwar die B\u00fchne, waren aber nicht wirklich als Band anzusehen, sondern, ganz dem traditionellen norwegischen Musikkonzept entsprechend, als vier Solisten, die abwechselnd ihre Melodien spielten. Sie erkl\u00e4rten verschiedenen Blasinstrumente wie die Seljefl\u00f8yte, gaben H\u00f6rproben auf der Langeleik zum Besten und spielten Signalt\u00f6ne auf dem Bukkehorn. Ein interessantes Projekt, das allerdings zwischenzeitlich seine L\u00e4ngen hatte. Kurzweiliger war der Auftritt von <a href=\"http:\/\/www.songs-of-heimat.de\/public\/musiker.html\" target=\"_blank\">H\u00dcSCH!<\/a>. Mal in th\u00fcringischer oder erzgebirgischer Mundart und mal auf Hochdeutsch holten sie traditionelle Lieder in die heutige Zeit hin\u00fcber. Das Ganze gestaltete sich dabei so frisch, dass auch Menschen, die keine besonderen Freunde der deutschen Volksmusik sind, daran ihre Freude haben konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Park begann der Tag zun\u00e4chst mit wundervollen afrikanischen Frauenstimmen. Das A-Capella-Ensemble <a href=\"http:\/\/www.nobuntu-music.com\/\" target=\"_blank\">NOBUNTU<\/a> aus Zimbabwe setzt der sonst eher m\u00e4nnlich gepr\u00e4gten Zulu-Tradition des Chorgesangs das weibliche Element entgegen. Neben den traditionellen Melodien ihrer Heimat brachten sie auch modernere Elemente wie zum Beispiel Gospel in ihre Lieder ein, die sie mit kleinen Tanzeinlagen auflockerten. Zwar hatte es sich, einmal mehr der hei\u00dfen Uhrzeit geschuldet, der Gro\u00dfteil des Publikums im Schatten gem\u00fctlich gemacht, doch ernteten die vier Damen f\u00fcr ihren Auftritt nicht wenig Applaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das erste Celtic-Highlight des Tages gab es anschlie\u00dfend auf der anderen Parkseite. Wer wollte, hatte die dort spielenden K\u00fcnstler bereits mehrfach auf dem Festival sehen k\u00f6nnen, denn es gab wohl kaum eine Gruppe, die an diesem Wochenende so oft auftrat wie die <a href=\"http:\/\/monsterceilidhband.co.uk\/\" target=\"_blank\">MONSTER CEILIDH BAND<\/a>. Von Freitag an hatte sie mit ihrer Kombination aus traditioneller Ceildh-Tanzmusik und elektronischen Drum &#8217;n&#8216; Bass Rhythmen den Tanzbegeisterten im Stadthaus und im Tanzzelt bereits mehrfach eingeheizt. Und das ist wortw\u00f6rtlich zu nehmen: Unter dem Zeltdach herrschten zeitweilig Temperaturen wie in einer finnischen Sauna. Auf der kleinen Parkb\u00fchne bewiesen die Briten, dass ihre Musik auch in konzertantem Rahmen funktionierte. Der Sound ging einfach in die Beine und die gute Laune, die die Band um die beiden h\u00fcbschen Aush\u00e4ngeschilder Amy Thatcher (Akkordeon) und Grace Smith (Fiddle) auf der B\u00fchne verspr\u00fchte, wirkte hochgradig ansteckend.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19285294600\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/557\/19285294600_fa33dee8e4_z.jpg\" alt=\"MonsterCeilidhBand\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider konnten wir dem Auftritt der <a href=\"http:\/\/monsterceilidhband.co.uk\/\" target=\"_blank\">MONSTER CEILIDH BAND<\/a> nicht bis zum Ende beiwohnen, denn es galt den Burgberg der Heidecksburg zu erklimmen, f\u00fcr das zweite gro\u00dfe Celtic Highlight. Im Gegensatz zu den Briten sa\u00dfen die Protagonisten hier auf St\u00fchlen und es gab auch keine Steptanzeinlagen. Dennoch, und obwohl zwei der drei bereits zu den \u00e4lteren Semestern z\u00e4hlen, verspr\u00fchte das Trio nicht weniger Energie als die Briten im Park. An dieser Stelle sei aus dem diesj\u00e4hrigen Programmheft zitiert: \u201eDass ein alter Mann sich eine junge Frau sucht, ist ja so selten nicht. Aber gleich zwei alte M\u00e4nner und eine (junge) Frau? Nun gut, die drei werden wissen was sie tun.\u201c Und ob sie das wussten! Allen voran Irish Folk Urgestein <a href=\"http:\/\/donallunny.com\/\" target=\"_blank\">D\u00d3NAL LUNNY<\/a>, der als Mitglied der BOTHY BAND und von PLANXTY zu den lebenden Musik-Legenden der gr\u00fcnen Insel z\u00e4hlt und Tags zuvor bereits am Magic-Cisters Projekt teilgenommen hatte. Kaum weniger legend\u00e4r ist Knopfakkordeonist <a href=\"http:\/\/www.mairtinoconnorband.com\/\" target=\"_blank\">M\u00c1IRT\u00cdN O&#8217;CONNOR<\/a>, der in Rudolstadt bereits zu den alten Bekannten z\u00e4hlt, war er doch bereits zum dritten Mal zu Gast in der Residenzstadt an der Saale. Zusammen mit Irlands neuestem Geigen-Wunderkind <a href=\"http:\/\/www.zoeconway.com\/\" target=\"_blank\">ZO<span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u00cb<\/span> CONWAY<\/a> entfachten die beiden \u201eOldies\u201c ein Irish-Folk-Feuerwerk, das selbst einem gestandenen TFF-Veteranen zeitweilig die Freudentr\u00e4nen in die Augen trieb. Immer mehr der Zuschauer verlie\u00dfen dann auch im Verlauf des Konzerts ihre schattige Deckung und trotzten tanzend der Sonne. Der abschlie\u00dfende Applaus lies den Burghof erbeben, leider verhallten die zahlreichen Rufe nach einer Zugabe wegen des engen Festivalzeitplans ungeh\u00f6rt. Schade, da h\u00e4tte man gerne noch mehr von gehabt!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/18870235424\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/488\/18870235424_93beec971c_z.jpg\" alt=\"DonalLunnyTrio\" width=\"640\" height=\"426\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man an der folgenden Band auf der Burgterrasse nicht interessiert war, konnte man seine Zeit auf der Burg aber auch noch anders nutzen. Mit einem Besuch in den prunkvollen (und herrlich k\u00fchlen!) S\u00e4ulens\u00e4len der Heidecksburg zum Beispiel, wo es eine interessante Ausstellung zu sehen gab. Der in Berlin wohnende, aber auf der ganzen Welt t\u00e4tige Fotograf KEN SCHLUCHTMANN zeigte im Rahmen des L\u00e4nderschwerpunkts Fotografien, die die einzigartige Landschaft Norwegens im Zusammenspiel mit moderner Architektur portr\u00e4tierten. Im Rahmen einer Initiative der staatlichen norwegischen Stra\u00dfenverwaltung entstanden in den letzten Jahren Rastpl\u00e4tze, Geb\u00e4ude, Aussichtspunkte und Kunstwerke, die den Menschen eine bessere Nutzung und Erfahrung dieser Landschaft erm\u00f6glichen soll. Was zun\u00e4chst befremdlich klingt, ist tats\u00e4chlich eine h\u00f6chst spannende Symbiose, die KEN SCHLUCHTMANN in spektakul\u00e4ren Aufnahmen dokumentiert hat. Ein Programmpunkt abseits der Musik, den zu sehen sich wirklich lohnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck im Park h\u00f6rten wir gerade noch die letzten St\u00fccke des <a href=\"http:\/\/www.dzamboagusevi.com\/\" target=\"_blank\">D<span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u017d<\/span>AMBO AGU<span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\">\u0160<\/span>EVI ORCHESTRA<\/a>. Wenn man den fr\u00f6hlichen Tumult so von weitem sah, hatten die Mazedonier es mit ihrem druckvollen und hochgradig tanzbaren Balkan-Brass-Sound scheinbar geschafft, den Platz vor der gro\u00dfen B\u00fchne in einen wahren Hexenkessel zu verwandeln.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/18850325614\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm4.staticflickr.com\/3732\/18850325614_86f36e3c45_z.jpg\" alt=\"MarkErnestusNdaggaRhythmForce\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies gelang der Berliner Dub- und Techno-Gr\u00f6\u00dfe <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/MarkErnestus\" target=\"_blank\">MARK ERNESTUS<\/a> mit seiner senegalesischen <a href=\"http:\/\/ndagga.com\/\" target=\"_blank\">NDAAGA RHYTHM FORCE<\/a>, die im Anschluss an gleicher Stelle spielten, dann nicht ganz. Viele verlangte es nach der schwei\u00dftreibenden Balkan-Party erst einmal nach Abk\u00fchlung und zudem war der percussionlastige Sound auf Dauer auch recht eint\u00f6nig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ungleich spannender, wenn auch nicht unbedingt besonders gut tanzbar, war das, was beim letzten Konzert auf der kleinen B\u00fchne pr\u00e4sentiert wurde. Beim Auftritt von<a href=\"http:\/\/www.nouramintseymali.com\/\" target=\"_blank\"> NOURA MINT SEYMALI<\/a> handelte es sich um eine Premiere: Tats\u00e4chlich hatte zuvor noch kein K\u00fcnstler aus Mauretanien beim TFF gespielt. Mit der S\u00e4ngerin, die auch die nur Frauen vorbehaltene, neunsaitige Harfe <i>Ardine <\/i>spielte, schloss sich zum Jubil\u00e4um nun auch diese L\u00fccke. Die K\u00fcnstlerin kombinierte die traditionelle Musik Mauretaniens mit westlichen Sounds wie E-Gitarre, Bass und Schlagzeug zu einem spannenden Fusion-Mix, der durchaus zu fesseln vermochte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Schlusspunkt unter das diesj\u00e4hrige TFF setzte dann der Auftritt von <a href=\"http:\/\/www.patrice.net\/\" target=\"_blank\">PATRICE<\/a> auf der gro\u00dfen Parkb\u00fchne. Der in K\u00f6ln, Paris und New York lebende Musiker mit deutsch-afrikanischen Wurzeln ist neben <a href=\"http:\/\/mtv-unplugged.gentleman-music.com\/de\/\" target=\"_blank\">GENTLEMAN<\/a> wohl der bekannteste deutsche Reggae-Star und mit Hits wie \u201eEverywhere\u201c und seiner Gute-Laune-Show begeisterte er noch einmal die Massen, unter denen sich auch zahlreiche, vor allem jugendliche Tageskartenbesitzer fanden, die extra f\u00fcr dieses Konzert gekommen waren. Ein passender Ausklang f\u00fcr ein grandioses Festival!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19497118561\/in\/album-72157655481773062\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm4.staticflickr.com\/3673\/19497118561_e4b127d357_z.jpg\" alt=\"Patrice\" width=\"640\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch was hei\u00dft Ausklang? Mutter Natur war es, die mit dem Wetter dem gesamten Wochenende ihren Stempel aufgedr\u00fcckt hatte, und sie lie\u00df es sich nicht nehmen, nun auch f\u00fcr den Schlussefekt zu sorgen: Nicht einmal zehn Minuten nachdem die letzten T\u00f6ne von <a href=\"http:\/\/www.patrice.net\/\" target=\"_blank\">PATRICE<\/a> verklungen waren, tat es einen gro\u00dfen Knall und das lange angek\u00fcndigte Unwetter entlud sich direkt \u00fcber der Stadt. Zwar musste sogar die Feuerwehr ausr\u00fccken, der Ruf stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus und bis auf ein paar umgeworfene Schirme und Pavillons ging alle glimpflich aus und niemand kam ernsthaft zu Schaden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bleibt zum Schluss nur noch danke zu sagen an alle, die die vier Tage in Rudolstadt wieder einmal unvergesslich gemacht haben. Besonders das Festivalteam leistete bei diesen Verh\u00e4ltnissen Schwerstarbeit. Stellvertretend f\u00fcr alle genannt seien hier die sonst oft in der Kritik stehenden Mitarbeiter der Security, die trotz der br\u00fctenden Hitze nie die Geduld verloren und den Besuchern beinahe immer freundlich und gut gelaunt begegneten. Davor ziehen wir unseren Hut!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im n\u00e4chsten Jahr werden wir auf jeden Fall wieder gerne von diesem unvergleichlichen Event berichten. Dann wird der L\u00e4nderschwerpunkt Kolumbien sein, passend zum Tanz des Jahres, dem Cumbia. Ein magisches Instrument steht noch nicht fest, da sich leider erst im Herbst entscheiden wird, ob diese einzigartige Konzertreihe mit dem bestehenden Konzept fortgesetzt werden wird. Wir halten Euch diesbez\u00fcglich auf dem Laufenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das 26. TFF findet statt vom <strong>7. bis 10. Juli 2016. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr Bilder vom Festival gibt es in unserem Album <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/sets\/72157655481773062\" target=\"_blank\">TFF 2015<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag Der Samstag ist traditionell der l\u00e4ngste Tag des Festivals. 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