{"id":6074,"date":"2012-12-01T17:10:30","date_gmt":"2012-12-01T16:10:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=6074"},"modified":"2015-06-29T17:58:24","modified_gmt":"2015-06-29T15:58:24","slug":"garbage-huxleys-berlin-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/garbage-huxleys-berlin-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Garbage &#8211; Huxleys, Berlin (Konzertbericht)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/132638198@N02\/19237942536\/in\/dateposted-public\/\"><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/farm1.staticflickr.com\/431\/19237942536_10fb2fc442_z.jpg\" alt=\"Garbage\" width=\"640\" height=\"480\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sieben lange Jahre hatte man nichts von <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> geh\u00f6rt, bis sie sich im Mai dieses Jahres pl\u00f6tzlich mit einem neuen Album zur\u00fcckmeldeten. Kritiker und Fans waren sich einig: \u201eNot your kind of people\u201c erinnert an die besten Zeiten der Band und klingt, als w\u00e4ren die vier niemals weg gewesen. In der Folge begaben sie sich auf eine ausgedehnte Tour, deren europ\u00e4ischer Teil am vergangenen Dienstag in Berlin zuende ging \u2013 einer von nur zwei Terminen hierzulande. Kein Wunder also, dass das Konzert im Huxleys restlos ausverkauft war. Und wie das mit Dernieren immer so ist, es wurde ein ganz besonderer Abend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Support im Gep\u00e4ck hatten <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> die Band <a href=\"http:\/\/www.superbus.fr\/\" target=\"_blank\">SUPERBUS<\/a>, die den ersten Teil des Abends bestritt. W\u00e4hrend die Pariser alternative Rocker in unserem Nachbarland bereits seit l\u00e4ngerem Starstatus genie\u00dfen \u2013 kein Wunder, wurde die Band doch schon 1999 gegr\u00fcndet \u2013 ist sie bei uns noch relativ unbekannt. Trotzdem war schon merklich Stimmung in der Halle, vor allem da die ersten Reihen zu diesem Zeitpunkt fest in franz\u00f6sischer Hand schienen. Frontfrau Jennifer Ayache war die Freude dar\u00fcber deutlich anzumerken. \u201eEs ist unser erstes Mal hier. Wir sind <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE <\/a>sehr dankbar, dass sie uns mit auf Tour genommen haben\u201c, so die charismatische S\u00e4ngerin. Der Name der Band hat \u00fcbrigens nichts mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zu tun, sondern vielmehr mit dem lateinischen Wort \u201esuperbus\u201c (\u201estolz\u201c, \u201e\u00fcberm\u00fctig\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mangels Deutschkenntnissen erfolgten die Ansagen in Englisch, wie auch die Songs der Band teilweise in franz\u00f6sisch, teilweise in Englisch gesungen wurden. Eine deutsche Textpassage schlich sich aber doch ein: Im letzten Song \u201eTravel the World\u201c zitierten <a href=\"http:\/\/www.superbus.fr\/\" target=\"_blank\">SUPERBUS<\/a> kurz RAMMSTEIN (\u201eDu hasst mich\u201c). Sch\u00f6n auch die Einleitung zu \u201eButterfly\u201c: \u201eNormalerweise singen immer alle den Refrain mit, aber Ihr kennt den Song ja wahrscheinlich nicht. Aber mitklatschen k\u00f6nnt Ihr wenigstens!\u201c Das Publikum im Huxleys tat Jennifer den Gefallen gern, denn die Franzosen erledigten ihren Anheizerjob mehr als anst\u00e4ndig. Dennoch machte sich langsam eine kribbelnde Spannung auf den Hauptact breit, als nach dem Auftritt die Lichter wieder angingen.<br \/>\nSetlist SUPERBUS:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Lola<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Radio Song<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Whisper<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Mrs Better<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5. Lova Lova<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6. Butterfly<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7. Video Games<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8. Travel the World<br \/>\nNach einer kurzen Umbaupause war es dann endlich soweit. Unter frenetischem Jubel betraten <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> die B\u00fchne, und sie sollten den Anwesenden einen unvergesslichen Abend bescheren. Am Ende einer langen Tour f\u00e4llt von den K\u00fcnstlern ja oft so einiges ab und sie geraten in eine ganz besondere Stimmung. Shirley Manson und ihren Mannen war dieser spezielle Gef\u00fchlszustand auf der B\u00fchne deutlich anzumerken. Gef\u00fchlt jedes zweite Lied widmete Shirley einer befreundeten Person, und \u00fcberhaupt war sowohl sie als auch der Rest der Band an diesem Abend sehr redefreudig. Und nicht nur redefreudig, denn Shirley war nicht die einzige, die an diesem Abend zum Gesangsmikro griff \u2013 aber ich will nicht vorgreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Los ging es mit \u201eControl\u201c vom neuen Album , bevor dann als zweiter Song mit \u201eParanoid\u201c gleich ein Kracher folgte, der die Halle bereits das erste mal zum Kochen brachte. Hier offenbarte das Huxleys auch gleich wieder eine seiner Eigenarten \u2013 den wie ein Trampolin schwingenden Fu\u00dfboden. Da der Konzertsaal im ersten Stock liegt, hat man dort bei einer h\u00fcpfenden Menge jedesmal wieder das Gef\u00fchl, man w\u00fcrde jeden Moment eine Etage tiefer landen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit den n\u00e4chsten beiden Songs \u201eShut Your Mouth\u201c, zu finden auf \u201eBeautiful Garbage\u201c, und \u201eWhy Do You Love Me\u201d vom 2005er Longplayer \u201cBleed Like Me\u201d, wurde klar, dass man ein bunt gemischtes Programm erwarten durfte. Zwischen den beiden St\u00fccken hielt Shirley die erste l\u00e4ngere Ansprache ans Publikum, in der sie betonte, die Band w\u00fc\u00dfte, was sie an ihren Fans hat, und diese sollten bitte nicht alles glauben, was man diesbez\u00fcglich in manchen Presseberichten lesen k\u00f6nne. Sch\u00f6n zu h\u00f6ren war dabei, dass sich, obwohl die S\u00e4ngerin schon seit l\u00e4ngerem in den USA lebt, ihr herrlicher schottischer Akzent noch nicht v\u00f6llig verschliffen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach \u201eHammering In My Head\u201c, wiederum von \u201eVersion 2.0\u201c, kam man dann schlie\u00dflich in den Genu\u00df der ersten beiden \u201eOldies\u201c vom 95er Debutalbum. Dass selbiges nach wie vor von vielen als das beste der Band angesehen wird, lie\u00df sich leicht an den Reaktionen des Publikums ablesen. Nicht, dass die Stimmung bislang schlecht gewesen w\u00e4re, aber bei \u201eQueer\u201c und \u201eStupid Girl\u201c, bei dem zun\u00e4chst ein Fehlstart des Intros zus\u00e4tzlich f\u00fcr Gel\u00e4chter auf der B\u00fchne und im Publikum sorgte, stieg sie noch einmal merklich an. Sp\u00e4testens jetzt stellte sich dann auch bei mir eine wohlige G\u00e4nsehaut ein \u2013 da war sie wieder, meine verloren geglaubte Jugend!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab da jagte eigentlich ein Hit den n\u00e4chsten: \u201eAutomatic Systematic Habit\u201c, \u201eSupervixen\u201c, \u201eSpecial\u201c, \u201eMilk\u201c, \u201ePush it\u201c, \u201eVow\u201c&#8230; die Liste wirklich starker Songs, die <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> vorzuweisen haben ist schier endlos. Nach \u201eBlood for Poppies\u201c, der ersten Singleauskopplung des neuen Albums, bedankte sich Shirley bei ihren \u201eBoys\u201c: \u201eDie kriegen sonst immer nicht so viel Aufmerksamkeit wie ich, aber sie arbeiten genau so hart. Ich glaube heute Abend es ist an der Zeit, sie Euch nochmal vorzustellen.\u201c Besondere Pluspunkte beim Berliner Publikum holte sich dabei Drummer Butch, als er die Stadt als eine der \u201ecoolest fucking cities on the planet\u201c bezeichnete.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim letzten St\u00fcck des regul\u00e4ren Sets \u201eYou Look So Fine\u201c griff Shirley am Ende erstmals selbst zur Gitarre und sorgte mit den ersten Zeilen von \u201eDreams\u201c auch noch f\u00fcr eine kleine FLEETWOOD MAC \u2013 Remininszenz, bevor <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> unter tosendem Applaus zum ersten mal an diesem Abend die B\u00fchne verlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nat\u00fcrlich gab es Zugaben, und die hatten es in sich! Zum Intro von \u201eWhen I grow up\u201c vollf\u00fchrte Shirley erst einmal ein paar Liegest\u00fctzen, bevor die Band mit dem Song die Halle ein weiteres Mal zum kochen brachte. Der Hit wurde nicht nur geb\u00fchrend abfeiert sondern von vielen auch lauthals mitgesungen. Sichtlich bewegt von der Stimmung rief Shirley danach ins Publikum: \u201eIch w\u00fcnschte, Ihr k\u00f6nntet f\u00fchlen wie sich das f\u00fcr uns anf\u00fchlt!\u201c Im Anschluss begr\u00fc\u00dfte sie erst einmal diverse internationale Fans in den ersten Reihen, bevor sie zum \u201etraurigsten aller <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a>-Songs\u201c \u00fcberleitete. Mit den Worten \u201eWir sind irgendwie pervers, ja, wirklich. Wenn wir am gl\u00fccklichsten sind, so wie jetzt, spielen wir gerne die traurigsten Lieder\u201c, k\u00fcndigte sie freudestrahlend \u201eCup Of Coffee\u201c an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dukes vorangegangene Aussage \u201eTonight we\u2019ll play for you as long as you want\u201c schien dann tats\u00e4chlich keine leere Ank\u00fcndigung gewesen zu sein. Da sich ein Fan in einer der ersten Reihen wohl mehrmals lautstark \u201eI Hate Love\u201c gew\u00fcnscht hatte, nahm die Band den Song tats\u00e4chlich kurzerhand spontan ins Programm. \u201eYoung man, this is especially for you!\u201d \u2013 wer w\u00e4re \u00fcber eine solche Widmung aus dem Mund von Shirley Manson nicht gl\u00fccklich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenfalls nicht auf der eigentlichen Setlist stand dann das n\u00e4chste St\u00fcck, das den emotionalen H\u00f6hepunkt des Abend markierte: Bereits w\u00e4hrend des ganzen Konzerts hatte Ruby, die (gar nicht mehr so) kleine Tochter von Gitarrist Steve, am B\u00fchnenrand gesessen. Die 12j\u00e4hrige war schon im Studio bei den Aufnahmen zum Titelsong des neuen Albums als Backgrounds\u00e4ngerin dabei gewesen und nun wurde sie von ihrer stolzen Patentante Shirley kurz dem Publikum vorgestellt. Nachdem Ruby die B\u00fchne eigentlich bereits wieder verlassen hatte, wurde sie von \u201eAuntie\u201c Shirley jedoch noch einmal zur\u00fcckgerufen: \u201eHaben wir irgendwo noch ein Extra-Mikrofon? Heute abend singst Du mit uns!\u201c Nat\u00fcrlich dauerte es nicht lange, bis ein zweiter Mikrost\u00e4nder aufgebaut war und unter gro\u00dfem Jubel gaben die beiden zusammen eine wundersch\u00f6ne Version von \u201eNot Your Kind Of People\u201c zum besten. Die Fans honorierten die Leistung mit einem warmen Applaus und lauten \u201eRuby! Ruby!\u201c-Sprechch\u00f6ren. \u201eSo ist das mit den Konzerten am Ende einer Tour, da passieren eben seltsame Sachen\u201c , grinste Shirley am Ende des Songs fast entschuldigend. V\u00f6llig unn\u00f6tig, denn allersp\u00e4testens jetzt hatte glaube ich jeder das Gef\u00fchl, einem ganz speziellen Konzert beizuwohnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war allerdings damit auch schon fast zuende, doch bevor sie sich endg\u00fcltig verabschiedeten, brachten <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> mit \u201eOnly Happy When It Rains\u201c die H\u00fctte abschlie\u00dfend noch einmal so richtig zum wackeln. Ganz vorbei war es dann aber noch immer nicht. Als der Rest der Band die B\u00fchne bereits verlassen hatte, trat Duke noch einmal ans Mikro und stimmte eine leicht schiefe Dankes-Serenade an: \u201eThanks a million!\u201c Lachend kehrte danach auch der Rest noch einmal zur\u00fcck und zum guten Schlu\u00df wurde noch das inzwischen bei vielen Gruppen beliebte Bandfoto vor Publikumshintergrund geschossen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein wirklich denkw\u00fcrdiger Abend. <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> haben sich nicht nur mit einem wirklich guten Album zur\u00fcckgemeldet, auch live hat die Band einmal mehr eindrucksvoll ihre Klasse bewiesen und gezeigt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen geh\u00f6rt. Da merkt man erst, was einem die letzten sieben Jahre gefehlt hat. Zumindest die Bewohner der Hauptstadt k\u00f6nnen sich schon einmal freuen, denn <a href=\"http:\/\/www.garbage.com\/\" target=\"_blank\">GARBAGE<\/a> haben versprochen, bereits im n\u00e4chsten Sommer nach Berlin zur\u00fcckzukehren. Hoffentlich gibt es dann auch noch ein paar mehr Termine hierzulande!<br \/>\nSetlist GARBAGE:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Control<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Paranoid<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Shut Your Mouth<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. Why Do You Love Me<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5. Hammering In My Head<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6. Queer<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7. Stupid Girl<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8. Automatic Systematic Habit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9. #1 Crush<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10. Supervixen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">11. Special<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12. Blood For Poppies<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13. Cherry Lips<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">14. Battle In Me<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">15. Milk<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">16. Push It<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">17. Vow<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">18. You Look So Fine<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">19. When I Grow Up<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">20. Cup Of Coffee<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">21. I Hate Love<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">22. Not Your Kind Of People (feat. Ruby Marker)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">23. Only Happy When It Rains<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">24. Thanks a million (Duke solo)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieben lange Jahre hatte man nichts von GARBAGE geh\u00f6rt, bis sie sich im Mai dieses Jahres pl\u00f6tzlich mit einem neuen Album zur\u00fcckmeldeten. 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