{"id":5967,"date":"2013-12-02T19:32:26","date_gmt":"2013-12-02T18:32:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=5967"},"modified":"2015-06-29T14:23:31","modified_gmt":"2015-06-29T12:23:31","slug":"shantel-interview-zum-neuen-album-anarchy-romance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/shantel-interview-zum-neuen-album-anarchy-romance\/","title":{"rendered":"Shantel &#8211; Interview zum neuen Album &#8222;Anarchy &#038; Romance&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Frankfurter DJ und Musiker Stefan Hantel, bekannt unter seinem K\u00fcnstlernamen <a href=\"http:\/\/www.bucovina.de\/\" target=\"_blank\">SHANTEL<\/a>, gilt als einer der Mitbegr\u00fcnder des Balkan Beat &#8211; Stils. Inzwischen ist er auf der ganzen Welt und in vielen Musikrichtungen zuhause. Wir trafen den K\u00fcnstler bei seiner \u201eThe Kiez is alright\u201c-Tour in Berlin vor dem <a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/aktuelles\/shantel-bucovina-club-orkestar-astra-berlin-konzertbericht\/\">Konzert<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach kurzem Warten im Vorraum begr\u00fc\u00dft uns Stefan gut gelaunt mit einem Teller Porridge in der Hand. \u201eSorry, das ist mein Fr\u00fchst\u00fcck\u201c, grinst er entschuldigend. Fr\u00fchst\u00fcck? (Es ist kurz vor halb acht abends). \u201eJa, wir waren gestern in Kopenhagen, da wird die Nacht zum Tag.\u201c Nachdem wir es uns in einer Sofaecke im Backstage gem\u00fctlich gemacht haben, nimmt er sich aber ausf\u00fchrlich Zeit uns w\u00e4hrend seines Morgenmahles einige Fragen zu beantworten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Dein neues Album \u201eAnarchy + Romance\u201c unterscheidet sich ja deutlich von seinen Vorg\u00e4ngern. Es ist bei weitem nicht mehr so Dancefloor-lastig und enth\u00e4lt auch viele ruhigere St\u00fccke. Laut den Presseinfos ist das Dein erstes echtes \u201eArtist\u201c-Album, w\u00e4hrend die vorher eher Produzenten-beeinflu\u00dft waren. Stimmt das so?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich war ja immer oder bin mein eigener Produzent, also ich habe nie mit fremden Produzenten gearbeitet. Aber wenn man das jetzt mal vergleicht mit \u201ePlanet Paprika\u201c oder \u201eDisco Partizani\u201c, dann w\u00fcrde ich sagen ich habe die Alben davor relativ virtuell und patchworkartig am Rechner produziert, \u00fcber Wochen und Monate. Es gab zwar immer Sessions mit Gastmusikern, die ich eingeladen hatte, teilweise waren es auch Musiker aus der Band, aber schlu\u00dfendlich war ich immer mit mir alleine am Rechner und habe sozusagen das Ding sehr konzeptionell aufgebaut, auch im Hinblick auf Clubkompatibilit\u00e4t. Das war f\u00fcr mich auch die Ebene, auf der ich mich am besten ausdr\u00fccken konnte. Es ist ja immer auch ein gewisser Prozess, wie man sich entwickelt, als jemand der Musik macht, oder was so die Ambition ist. Ich war eigentlich nie \u201eder Livemusiker\u201c, ich war eher immer so ein bi\u00dfchen der \u201eKurator\u201c, mit einer gewissen Vision, wie es klingen soll oder wo ich es verorten m\u00f6chte, wenn ich die Platten gemacht habe.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich wollte das bei \u201eAnarchy + Romance\u201c einfach anders machen. Zum einen wollte ich nicht in Gefahr geraten mich zu wiederholen. Quasi \u201eDisco Partizani\u201c noch einmal als Fotokopie, und den Erfolg damit wiederholen, sowas finde ich sehr gef\u00e4hrlich. Ich wollte auch eine Platte machen, die mehr die Band, also mehr das Lebendige, Haptische, was man dabei erlebt, r\u00fcberbringt. Also da\u00df man sagt, wir spielen jetzt einen Song zwanzig, dreissig mal hintereinander im Studio und der Take 23 ist es dann einfach. Dann macht man vielleicht noch zwei, drei Overdubs, aber eigentlich kann ich dann nicht mehr wirklich eingreifen. Bei den anderen Produktionen, die ich gemacht habe konnte ich eigentlich an jeder Stelle noch eingreifen, immer nochmal da was editieren, da was rausschneiden&#8230; Bei \u201eAnarchy + Romance\u201c habe ich es bewu\u00dft vermieden zu viel Postproduktion zu machen, sondern ich wollte das eher klassisch angehen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das hei\u00dft Ihr habt die Songs in Komplettbesetzung live eingespielt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Meistens. Das meiste habe ich mit Marcus Darius, der auch Schlagzeug spielt und mit dem ich seit Jahren zusammenarbeite \u2013 da kommt er \u00fcbrigens gerade. Marcus say hello! [Es folgt eine kurze Begr\u00fc\u00dfung] Also wir haben zusammen mit Schlagzeug und Gitarre ziemlich viele Sessions gemacht, bei dem wir einfach ein Mikro in den Raum gestellt haben, und da haben sich dann sehr schnell spannende Versatzst\u00fccke entwickelt, bei denen wir gesagt haben, den Groove nehmen wir jetzt, oder dieses Arrangement. Dann haben wir die restlichen Musiker eingeladen und haben das stundenlang gejammt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Also haben sich die Songs erst im Studio so richtig entwickelt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Songs waren an sich schon fertig, aber die Arrangements waren noch nicht ganz klar. Die haben wir dann eben so auf der Session-Ebene ausget\u00fcftelt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Da Du jetzt mehrfach von Deiner Band gesprochen hast \u2013 wer geh\u00f6rt da eigentlich dazu? Man findet kaum eine feste Besetzungsliste.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das h\u00e4ngt damit zusammen, da\u00df es so ein bi\u00dfchen eine Art \u201eWanderzirkus\u201c ist, mit dem ich da seit Jahren unterwegs bin. Das hei\u00dft, momentan gibt es eine relative Grundbesetzung, dazu geh\u00f6ren Marcus Darius, Tea Mikic und ich, oder auch Novica Ristic, der eine Trompeter, und Alon Peylet, der die Posaune spielt. Das ist nun seit einigen Jahren so die Stammbesetzung. Nur ist es so, da wir relativ viel spielen das Jahr \u00fcber, ist das so ein \u201eAlles oder Nichts\u201c &#8211; Unternehmen. Der Musiker, der sich verpflichtet bei der Produktion einzusteigen, kann eigentlich nichts anderes mehr machen. Wenn er Tourpause hat, dann ruht er sich aus und wird sich nicht noch irgendwas anderes aufhalsen. Von daher ist es ein bi\u00dfchen schwierig zu sagen, das ist jetzt die Band. Und eigentlich ist es ja ein Orchester, sonst hie\u00dfe es ja \u201eBucovina Band\u201c, und ein Orchester ist f\u00fcr mich auch immer so ein bi\u00dfchen eine unbekannte Gr\u00f6\u00dfe. Ich nehme mir nat\u00fcrlich auch das Recht heraus, wenn es klappt, G\u00e4ste dazuzunehmen, weil ich es toll finde, punktuell auch andere Musiker reinzuholen. Wir hatten gerade bei den letzten Shows Uri Kinrod aus Tel Aviv an der E-Gitarre dabei, von der Band Boom Pam, mit dem hab ich schon vor zehn Jahren eine Platte produziert. Die Shows mit ihm waren sensationell. Das sind einfach so Sachen, die ich mir offenhalten will.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wei\u00dft Du, ich hab auch so ein bi\u00dfchen Angst vor diesem sogenannten \u201edemokratischen\u201c Bandmodell. Ich komme ja eher aus der elektronischen Musik und habe als DJ immer die Freiheit gehabt, eher wie so ein \u201eWestentaschendiktator\u201c zu agieren. [lacht] Weil ich auch immer sehr genau wu\u00dfte, was ich wollte. Wenn ich mich jetzt in so ein demokratisches Bandgef\u00fcge begeben w\u00fcrde, w\u00fcrde ich sehr viel leiden, glaube ich. Also nicht, da\u00df ich jetzt Antidemokrat bin, ganz im Gegenteil, aber es ist einfach was anderes.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die Angst vor dem Kontrollverlust?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Da hab ich eigentlich kein Problem, ich hab nicht so sehr die Angst vor dem Kontrollverlust. Grunds\u00e4tzlich haben wir eigentlich die Haltung des Musikers, da\u00df wir Musiker schei\u00dfe finden. Oder Marcus? [\u201eMusiker sind schei\u00dfe\u201c t\u00f6nt es zur Best\u00e4tigung aus dem Hintergrund] Ich meine, h\u00f6r Dir alte Aufnahmen an, was wei\u00df ich, Motown, James Brown, das ist Minimalismus. Da wird stoisch ein Pattern gespielt, da groovt die Band. Sag mal einem studierten, akademischen Posaunisten, Du spielst jetzt nur: bam di bamp bamp, bam die bamp bamp&#8230; Da sagt er: ey, wo ist der Harmoniewechsel? Wo ist die Bridge? Da muss doch noch was kommen? \u2013 NEIN! Bleib auf diesem Ding! Ich finde, das ist auch das Spannende bei Roots-Musik. Die meiste Roots-Musik basiert drauf da\u00df es immer so ein erdiges Grundmuster gibt, so einen Minimalismus, wo einfach die Band mehr Wert darauf legt, da\u00df sie zusammen grooven und nicht da\u00df sie jetzt virtuos ein Solo, einen Harmoniewechsel oder was wei\u00df ich nach dem anderen haben. Das muss sich so einschwingen und das ist eine Sache, mit der sich jeder Musiker schwer tut. Also sagen wir mal, jeder nordwesteurop\u00e4ische Musiker tut sich schwer damit. Aber ich finde, da\u00df es genau darum geht beim Musik machen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Da Du das Thema G\u00e4ste bei Livekonzerten angesprochen hast, da hattest Du ja auch ziemlich viele auf dem Album. Wie kam es da im einzelnen zur Zusammenarbeit? Besonders interessiert mich da Tobias Unterberg alias B. Deutung, der ist ja sonst eigentlich in ganz anderen Musikbereichen zuhause, also eher in der Gothic-Ecke.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[lacht] <em>Ich habe mich mehrmals mit dem Frankfurter Jugendsymphonieorchester getroffen, da hat sich dann so ein Kern herauskristallisiert, so eine Art Streichquartett. Und diese ganze Klassik- und Streicherfraktion, die sind ja total untereinander vernetzt. Irgendwann hatten wir einen Aufnahmetag und Ralf, einer der Violonisten, sagte Du, da ist gerade ein Super Cellist in town, der ist mit uns unterwegs, wir machen zusammen mit DEEP PURPLE so eine Rock-Symphonic-Schweinerei. Da hab ich gesagt, komm hol den! Wir waren bei mir zuhause, ich mach das ja alles zuhause, also war das sowieso alles ein bi\u00dfchen intimer mit den Streichern. Ich hab da einen gro\u00dfen Raum bei mir in Frankfurt, der klingt gut, da kann man sehr gut aufnehmen. Ja, und wir haben uns dann gleich super gut verstanden. Ich glaube beim Musik machen gibt es da nicht so die Beschr\u00e4nkungen. So jemand wie Tobias hat da vielleicht seine Verortung in dieser Szene, wie Du es beschrieben hast, aber der ist so open minded, der kann alles machen. Der hat einen ganz weiten Horizont und er ist unglaublich vielseitig und dabei doch ein gro\u00dfer Individualist \u2013 ein gro\u00dfartiger Musiker! Das ist so ein Typ, den trifft man, man zeigt ihm so ein bi\u00dfchen, was man sich vorstellt und der f\u00e4ngt an und macht einfach so seinen Mikrokosmos. \u00c4hnlich wie Fran\u00e7ois Castiello von BRATSCH, mit dem ich immer viele Akkordeon-Sessions gemacht habe, der ist auch so ein Typ. Ich liebe ihn als Musiker, weil er einfach seinen eigenen Kosmos macht. Der wei\u00df sehr viel aber ist auch immer drauf bedacht, nicht zu tief in die Materie einzusteigen. Er kann sehr gut Balkan und er kann auch sehr gut Blues, aber er wird Dir nie den Taliban raush\u00e4ngen lassen und sagen: nur so! Das sind eigentlich genau die Leute, mit denen ich gerne arbeite.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wie ist das eigentlich mit der Liveumsetzung? Du hattest ja die Streicher auf dem Album, aber zum Beispiel auch zwei Gasts\u00e4ngerinnen von der Band DEAR READER, wie setzt ihr das auf der B\u00fchne um? Werden die Songs \u00fcberhaupt live gespielt?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wir haben jetzt ein Experiment gemacht, vor ein paar Tagen, bei FM 4 in Wien, beim \u00f6sterreichischen Rundfunk, da haben wir ein Radiokonzert aufgezeichnet. Da waren auch Cherilyn MacNeil und Emma Greenfield dabei, wir haben das quasi zu dritt mit Fender Rhodes und Akustikgitarre, und Emma spielt ja auch Cornet, als Unplugged-Session gespielt. Das hat wunderbar funktioniert. Man kann es auch noch nachh\u00f6ren auf der FM 4 &#8211; Seite. Nur ist es leider so, da\u00df Cherilyn und Emma gerade selbst mit DEAR READER auf Tour sind, deswegen kann ich sie heute leider nicht hier pr\u00e4sentieren. Und es ist auch so, da\u00df die Livekonzerte, wie zum Beispiel heute abend, immer ein Spektakel sind. Ich mache ja keine Kammerkonzerte. Wir fabulieren zwar die ganze Zeit dar\u00fcber, auch mal eine Unplugged-Tour zu machen&#8230;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gute Idee, warum eigentlich nicht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ja, ich w\u00fcrde das eigentlich sehr gerne machen. Wir m\u00fcssen das einfach mal alles durchrechnen, wie, wo und wann, da wir das ja alles in Eigenregie machen und keine dicke Konzertagentur oder Major Company im Hintergrund haben. Wir m\u00fcssen das alles selber finanzieren und ich will jetzt auch keine Eintrittskarten f\u00fcr 30 Euro verkaufen. Bei uns ist eigentlich bei 19, 20 Euro Sense, mehr will ich den Leuten nicht abverlangen. Aber das ist in jedem Fall eine Option und Idee, der ich mit gro\u00dfer Freude nachgehe.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ihr seid ja nun schon eine ganze Weile unterwegs. Wie ist die Tour bis jetzt gelaufen? Wie haben die Fans auf das neue Material reagiert?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich muss sagen, da\u00df es eigentlich besser l\u00e4uft denn je. Ich finde es l\u00e4uft sogar besser als bei \u201eDisco Partizani\u201c, weil ich glaube jetzt so nach ein paar Jahren hat sich eine ziemlich starke Fanbase herauskristallisiert und die Leute wissen, da\u00df sie bei mir jetzt nicht so das eingleisige, ich nenn es jetzt mal \u00fcberspitzt \u201eBalkan-Ghetto\u201c bekommen. Wir sind keine Russendisko oder so. Wir sind Musik-Aficionados [spanisch f\u00fcr \u201eLiebhaber\u201c, Anm. d. Red.], die die Augen und Ohren immer nach allen Seiten offen haben, ohne jetzt in so einen Eklektizismus zu verfallen, wo es dann eigentlich nur noch darum geht, Potpourri-artig zu spielen. Das ganze hat schon einen ziemlich eigenen Drive, aber ist trotzdem sehr offen und pluralistisch. Das ist auch f\u00fcr mich so ein Prinzip, da\u00df ich immer sage ich m\u00f6chte nicht in so einem Fahrwasser schwimmen. Ist manchmal nicht so leicht. Zum Beispiel, wenn wir auf einem Weltmusik-Festival spielen, kommt ja auch oft vor und da habe ich auch \u00fcberhaupt keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste, da spielen wir meistens eher ein rockiges Programm. Wenn wir jetzt auf einem Rockfestival spielen, spielen wir ein eher Balkan-orientiertes Programm. [grinst] Einfach um so ein bi\u00dfchen diese Bipolarit\u00e4t zu unterst\u00fctzen. Aber grunds\u00e4tzlich w\u00fcrde ich immer sagen, Liveshows von uns sind immer&#8230; da schepperts einfach im Karton! Das sind keine betulichen Matinees.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Noch zwei kurze Fragen zum Abschlu\u00df: Kleiner Club oder gro\u00dfes Festival, was ist Dir lieber?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich finde beides gut. Wobei&#8230;<\/em> [\u00fcberlegt kurz] <em>Vom Herzen her w\u00fcrde ich sagen: kleiner Club.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Du bist ja schon \u00fcberall auf der Welt aufgetreten. Gibt\u2019s da noch offene W\u00fcnsche, also Clubs, St\u00e4dte oder L\u00e4nder, wo Du noch nicht warst und unbedingt noch mal spielen willst?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich muss gestehen, ich bin ziemlich auf den Geschmack gekommen irgendwo in der Wallachei, in so Provinz-Locations zu spielen. Wir haben mal irgendwo im Waldviertel, 100 Kilometer n\u00f6rdlich von Wien gespielt, das war ein Dorf, da haben 600 Leute gewohnt, da gab es so ein altes Kino. Und da war echt das ganze Dorf versammelt, das fand ich total irre! \u00dcber die Big Festivals und deren Besonderheiten mache ich mir keine Sorgen, weil das ist auf eine gewisse Art gesetzt. Aber diese kleinen, besonderen, intimen, privaten, verr\u00fcckten Geschichten&#8230; Kino Ebensee zum Beispiel, in der N\u00e4he von Salzburg, kennt eigentlich kein Schwein, ist aber magic! Ich hatte auch mal das Gl\u00fcck gehabt, vor einem Jahr, auf der letzten Hochalm beim Matterhorn zu spielen, in so einer kleinen H\u00fctte, ich glaube da waren 40 Leute. Das war tierisch, wirklich tierisch&#8230; Also sowas sehr gerne. Das reizt mich vielmehr als jetzt zu sagen, ich will unbedingt in Japan spielen oder so.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Wir bedanken uns f\u00fcr das Interview und freuen uns aufs Konzert!<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Frankfurter DJ und Musiker Stefan Hantel, bekannt unter seinem K\u00fcnstlernamen SHANTEL, gilt als einer der Mitbegr\u00fcnder des Balkan Beat &#8211; Stils. Inzwischen ist er auf der ganzen Welt und in vielen Musikrichtungen zuhause. 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