{"id":5916,"date":"2013-11-03T14:07:55","date_gmt":"2013-11-03T13:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=5916"},"modified":"2015-06-25T15:07:57","modified_gmt":"2015-06-25T13:07:57","slug":"faun-hirsch-nuernberg-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/gesehen\/musik-live\/faun-hirsch-nuernberg-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Faun &#8211; Hirsch, N\u00fcrnberg (Konzertbericht)"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\">Ein erlebnisreiches Jahr liegt hinter <a href=\"http:\/\/www.faune.de\" target=\"_blank\">FAUN<\/a>. Mit ihrem aktuellen Album feierten sie ihren bislang gr\u00f6\u00dften Erfolg, mussten aber zugleich die h\u00e4rteste Kritik einstecken. Im Herbst begaben sich <a href=\"http:\/\/www.faune.de\" target=\"_blank\">FAUN<\/a> nach einem ausgedehnten Festivalsommer ein gutes halbes Jahr nach der Ver\u00f6ffentlichung ihres Albums wieder auf die Stra\u00dfen, um die Scheibe auch in den Clubs vorzustellen.<!--more--><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Begleitet wurden <a href=\"http:\/\/www.faune.de\" target=\"_blank\">FAUN<\/a> auf ihrer Tour von einem bezaubernden Duo bestehend aus der niederl\u00e4ndischen Keyboarderin JYOTI VERHOEFF und der Cellistin MAJA FRIDMAN. Ihr zweistimmiger Gesang bestand oft schlicht aus aneinandergereihten Silben und unterstrich die zarten Kl\u00e4nge, die die Musikerinnen ihren Instrumenten entlockten. Jyoti, die sp\u00e4ter an die Akustikgitarre wechselte, sa\u00df leicht nach vorn gebeugt \u00fcber dem Keyboard, eine leuchtend rote Haarstr\u00e4hne fiel ihr ins Gesicht w\u00e4hrend aus der Haarpracht ihrer Kollegin am Cello zwei gedrehte H\u00f6rner ragten, die ihr den Anschein eines mythischen Wesens verliehen. W\u00e4hrend einigen Wenigen die Musik etwas zu ruhig war, genossen die meisten Zuh\u00f6rer die elfenhaften Musik, die sie in knapp 25 Minuten perfekt auf das nachfolgende Konzert einstimmte.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Ein aufwendig gestaltetes B\u00fchnenbild mit stimmungsvoller Dekoration bildete die Kulisse f\u00fcr folgenden Auftritt von <a href=\"http:\/\/www.faune.de\" target=\"_blank\">FAUN<\/a>. Efeu rankte sich um die Mikrofonst\u00e4nder und im Hintergrund standen B\u00e4ume, deren wei\u00dfe Bl\u00e4ttern im Schwarzlicht leuchteten. Die Pagan-Folker entf\u00fchrten ihre Besucher in eine Welt voller Geschichten und Legenden, in der es noch Zeit zum Zuh\u00f6ren und zum Tr\u00e4umen gibt. Die ersten T\u00f6ne erklangen. In leuchtend gr\u00fcnes Licht getaucht und von \u00fcberraschend wenig Nebel verborgen betraten die M\u00fcnchener gut gelaunt die B\u00fchne. Das Trommelfeuerwerk von Oliver und R\u00fcdiger mit Davul brachte rasch Bewegung in die Menge und Niel Mitra \u2013 wie immer mit schickem Lederzylinder \u2013 sorgte am Laptop f\u00fcr zus\u00e4tzliche Power. Nach den beiden St\u00fccken vom aktuellen Album sorgte sp\u00e4testens der schwungvoller <a href=\"http:\/\/www.faune.de\" target=\"_blank\">FAUN<\/a>-Klassiker \u201eAndro\u201c, der die Band bereits seit zehn Jahren begleitet, f\u00fcr beste Stimmung. Nach den flotten St\u00fccken wollte die Band das Tempo noch nicht v\u00f6llig abflauen lassen und trug \u201eAlba\u201c vom Album \u201eEden\u201c um einiges schneller als auf CD vor. Hier w\u00e4re die langsamere Version passender gewesen. Ruhig und romantisch wurde es kurz darauf mit dem Titeltrack \u201eVon den Elben\u201c, bei dem Oliver die keltische Harfe spielte und MAJA FRIDMAN mit ihrem Cello als Gast auf die B\u00fchne kam. Eine klare Bereicherung! Wenn auch in Hochdeutsch und nicht in mehr auf Mittelhochdeutsch wie in der urspr\u00fcnglichen Fassung, ist die wundersch\u00f6ne, gef\u00fchlvolle Version Welten von dem entfernt, was auf dem aktuellen Album zu h\u00f6ren ist. Gleiches gilt sp\u00e4ter f\u00fcr \u201eWelche Sprache spricht dein Herz\u201c, bei dem die Faune mit SUBWAY TO SALLY zusammengearbeiteten. Von allem \u00fcberfl\u00fcssigen Bombast befreit sorgten die Lieder m\u00fchelos f\u00fcr G\u00e4nsehaut. Hier bleibt nur der Wunsch nach einem Livealbum, um die Lieder auch zuhause so genie\u00dfen zu k\u00f6nnen \u2013 Zeit w\u00e4re es hierf\u00fcr nach gut f\u00fcnf Jahren ohnehin mal wieder.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Danach f\u00fchrte die musikalische Reise die Zuh\u00f6rer in den hohen Norden. \u201eIduna\u201c ging eine auf der Drehleier begleitete Erz\u00e4hlung der Legende voraus und verlieh dem St\u00fcck noch mehr Wirkung. Die Nyckelharpa sorgte f\u00fcr den nordischen Sound des Liedes \u00fcber die H\u00fcterin der goldenen \u00c4pfel, zu dessen lebhafter Melodie ausgelassen getanzt und gefeiert wurde. Auch bei der \u201eHymn to Pan\u201c wurde die besungene Mythengestalt kurz vorgestellt. \u201eWir glauben, dass es der Welt ein ganzes St\u00fcck besser gehen w\u00fcrde, wenn mehr Menschen an eine solche Manifestation, an einen solchen Halbgott glauben w\u00fcrden\u201c, meinte Frontmann Oliver und bezog sich damit weniger auf die griechische Mythologie an sich, als auf die damit einhergehende Achtung der Natur, die ein wichtiges Thema der Band ist. Wie auf der gesamten Tour befand sich auch in N\u00fcrnberg ein Greenpeace-Stand am Eingang des Clubs, verteilte Informationen und sammelte Unterschriften f\u00fcr eine Petition, die f\u00fcr die Haftentlassung von 30 Greenpeace-Aktivisten pl\u00e4diert, die aktuell in Russland festgehalten werden. Zu der Naturthematik passte im weitesten Sinne auch die brandneue \u201eHymne der Nacht\u201c. Ein zauberhaft fauniger Ohrwurm mit langem Instrumentalpart, in dem Fl\u00f6te, Rahmentrommel, Schellenkranz, Bouzouki und Drehleier aufs Beste harmonierten. Bitte, mehr davon!<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Seitdem die Band das letzte Mal in N\u00fcrnberg zu Gast war hatte sich ihr Line-up ver\u00e4ndert. Auf der Akustiktour stand neben Fiona R\u00fcggeberg Sonja Drakulich von STELLAMARA als zweite S\u00e4ngerin auf der B\u00fchne. Nun war, wie bereits auf den Sommerfestivals, Katja Moslehner dabei, die sich inzwischen gut in die Band integriert hat. Auch Drehleierspieler Stephan Groth (u.a. ZIRP) trat zum ersten Mal zusammen mit den Faunen in N\u00fcrnberg auf, beim letzten Gastspiel in der Frankenmetropole fehlte er auf Grund der Geburt seines Kindes. Die Chemie auf der B\u00fchne stimmte offensichtlich, die Dialoge zwischen den Musikern wirken spontan und sie selbst sympathisch und bodenst\u00e4ndig wie eh und je.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das bulgarische Lied \u201eSabrali\u201c ist schon seit einiger Zeit Teil des <a href=\"http:\/\/www.faune.de\" target=\"_blank\">FAUN<\/a>-Programms. Wie zumeist \u00fcbersetzten die Musiker nur ein Teil des Liedes, gaben aber Hinweise darauf, wie sich der letzte Teil interpretieren lie\u00df. \u201eIch darf noch hinzuf\u00fcgen, wenn dem M\u00e4dchen der Sukman\u010de fehlt, dann f\u00fchrt das in letzter Konsequenz dazu, dass der Drehleierspieler nicht zum Konzert kommen kann\u201c, verriet Stephan und wurde gleich darauf von Sonja ger\u00fcgt: \u201eDas war jetzt aber ein gro\u00dfer Tipp!\u201c Auch Oliver hatte noch einige Tipps auf Lager und lieferte Vorschl\u00e4ge, wie auch ein sch\u00fcchterner Mann h\u00fcbsche Frauen in der Disko ansprechen k\u00f6nnte: \u201eIch w\u00fcrde gern dein Sukman\u010de rauben!\u201c &#8211; \u201eSo machst du das also!\u201c &#8211; \u201eNe, ich doch nicht, ich bin doch nicht sch\u00fcchtern!\u201c. W\u00e4hrend die Band das Lied wie auf der Akustiktour in reduzierter Besetzung darbot, war bei \u201eRhiannon\u201c und der abschlie\u00dfenden spanischen Ballade \u201eTinta\u201c wieder f\u00fcr alle Musiker voller Einsatz angesagt, bevor sie sich verabschiedeten. \u201eLasst dieses Konzert ein fruchtbarer Acker sein und bringt beim n\u00e4chsten Mal viele neue Faun-Fans mit!\u201c<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der anhaltende Applaus lie\u00df die Band anschlie\u00dfend noch zweimal auf die B\u00fchne zur\u00fcckkehren. \u201eWenn wir uns wiedersehen\u201c begann etwas langsamer als in der eigentlichen Version und wurde am Anfang nur zu viert gespielt. Nach zwei Dritteln setzte der Rest nach der Zeile \u201eDen Weg ins Tal, den finden wir zur\u00fcck\u201c mit ein und Oliver wechselt von der Harfe an die Bouzouki. Wie bereits die anderen \u201eVon den Elben\u201c-St\u00fccke machte sich auch dieses Lied live und ohne \u201eHey ja\u201c-Backgroundgesang weitaus besser als in der Studioversion. An dieser Stelle wies Oliver auf das besondere Datum hin. \u201eObwohl man heute in Kunstblut badet und mit K\u00fcrbissen beschmissen wird, haben ja die meisten Feste einen ernsten Hintergrund\u201c, so war Samhain das Totenfest. Anschlie\u00dfend wartete ganz am Ende noch ein besonderes Highlight auf die Zuschauer. Auf den ersten Tourtagen hatten die Faune gemeinsam mit den Musikerinnen ihrer Vorband herum gejammt und dabei \u201eZwei Falken\u201c wiederentdeckt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Fazit: Fantastische Liveumsetzungen der Lieder, viel positive Energie, jede Menge Spielfreude und dazu bestens aufgelegte Zuschauer \u2013 so sieht man <a href=\"http:\/\/www.faune.de\" target=\"_blank\">FAUN<\/a> immer wieder gern.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Setlist:<br \/>\n01. Mit dem Wind<br \/>\n02. Diese Kalte Nacht<br \/>\n03. Andro<br \/>\n04. Alba<br \/>\n05. Zeitgeist<br \/>\n06. Von den Elben<br \/>\n07. Iduna<br \/>\n08. Lyansa<br \/>\n09. Hymne der Nacht<br \/>\n10. Pearl<br \/>\n11. Welche Sprache spricht dein Herz<br \/>\n12. Sabrali<br \/>\n13. Rhiannon<br \/>\n14. Tinta<br \/>\n&#8212;<br \/>\n15. Wind und Geige<br \/>\n16. Hymn to Pan<br \/>\n&#8212;<br \/>\n17. Wenn wir uns Wiedersehen<br \/>\n18. Zwei Falken<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein erlebnisreiches Jahr liegt hinter FAUN. Mit ihrem aktuellen Album feierten sie ihren bislang gr\u00f6\u00dften Erfolg, mussten aber zugleich die h\u00e4rteste Kritik einstecken. Im Herbst begaben sich FAUN nach einem ausgedehnten Festivalsommer ein gutes halbes Jahr nach der Ver\u00f6ffentlichung ihres &hellip; <a href=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/gesehen\/musik-live\/faun-hirsch-nuernberg-konzertbericht\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":33,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[145,138],"tags":[162,159,160,161],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5916"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/33"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5916"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5916\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6026,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5916\/revisions\/6026"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5916"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5916"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}