{"id":5736,"date":"2013-08-30T23:35:13","date_gmt":"2013-08-30T21:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/?p=5736"},"modified":"2015-06-29T14:26:31","modified_gmt":"2015-06-29T12:26:31","slug":"dota-wo-soll-ich-suchen-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/gehoert\/musik\/dota-wo-soll-ich-suchen-cd-review\/","title":{"rendered":"Dota &#8211; Wo soll ich suchen (CD-Review)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/dota-wo-soll-ich-suchen-cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5737\" src=\"http:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/dota-wo-soll-ich-suchen-cover-300x300.jpg\" alt=\"dota - wo soll ich suchen - cover\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/dota-wo-soll-ich-suchen-cover-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/dota-wo-soll-ich-suchen-cover-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.schubladenfrei.com\/cms\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/dota-wo-soll-ich-suchen-cover.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Liedermacherin Dorothea Kehr, genannt <a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\" target=\"_blank\">DOTA<\/a>, ver\u00f6ffentlichte mit \u201eWo soll ich suchen\u201c ihre mittlerweile bereits elfte CD. Zieht man die Live-Aufnahmen ab, bleiben immerhin neun Studioalben. Ein beeindruckendes \u0152uvre f\u00fcr eine K\u00fcnstlerin, die nach wie vor irgendwie immer noch als \u201eUnderground\u201c gilt. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich ist sie das nach nunmehr zehn Jahren schon lange nicht mehr, so erhielt sie etwa 2007 den deutschen Kleinkunstpreis und spielte auf Einladung des Goetheinstituts unter anderem in Russland, Neuseeland und Zentralasien. So richtig Mainstream ist ihre Musik aber eben auch nie geworden. Dass dem so ist, liegt vielleicht auch ein wenig in ihrer eigenen kompromisslosen Haltung begr\u00fcndet. Denn lange bevor sie von offizieller Stelle zur Repr\u00e4sentantin deutscher Kultur im Ausland gemacht wurde, war <a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\" target=\"_blank\">DOTA<\/a> als Stra\u00dfenmusikerin in der ganzen Welt unterwegs, daher r\u00fchrt auch ihr alter Beiname \u201eDie Kleingeldprinzessin\u201c. Die Freiheitsliebe aus diesen Tagen hat sie bis heute behalten. Plattenvertrag? Fehlanzeige. Da gr\u00fcndete <a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\" target=\"_blank\">DOTA<\/a> lieber ihr eigenes Label und vermied es dadurch sich k\u00fcnstlerisch auch nur einen Deut verbiegen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Schritt, f\u00fcr den man dankbar sein muss, denn so ist<a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\" target=\"_blank\"> DOTA <\/a>auch auf ihrem neuen Album vor allem eins: Zu hundert Prozent authentisch. Wie schon auf den Vorg\u00e4ngern erweist sie sich als eine genaue Beobachterin der Welt, in der wir leben, ob es um gr\u00f6\u00dfere Zusammenh\u00e4nge oder auch nur darum geht, dass man den Tanz zweier Falter beobachtet und in der Sch\u00f6nheit des Augenblicks versinkt. <a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\" target=\"_blank\">DOTA<\/a> versteht es meisterhaft solche Momentaufnahmen, mit einem fast schon unheimlichen Gef\u00fchl f\u00fcr die Sch\u00f6nheit der Sprache, in intelligente und gleichzeitig wunderbar poetische Texte umzusetzen. Gehirnfutter, das trotzdem mitten ins Herz trifft. Schon der Opener \u201eHoch oben\u201c bringt in mir die Sehnsucht nach dem Fliegen so sehr zum klingen, dass es einen REINHARD MEY erblassen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Vergleich mit den Gro\u00dfen der deutschen Liedermachertradition muss<a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\" target=\"_blank\"> DOTA <\/a>tats\u00e4chlich in keinster Weise f\u00fcrchten. Ganz im Gegenteil, sie ist den meisten meilenweit voraus, denn die Berlinerin hat eine ganz besondere Gabe. Besonders deutlich wird diese auf dem neuen Album vielleicht an den beiden St\u00fccken \u201eDu musst dich nicht messen\u201c, in dem Gesellschaftskritik in die Ansprache eines geliebten Menschen verpackt wird, oder dem Titeltrack, der die sehr intime Sehnsucht nach dem besonderen Menschen im Leben transportiert. Man f\u00fchlt sich von diesen, aber auch von den anderen Songs immer pers\u00f6nlich ber\u00fchrt und dadurch mit der Person auf der B\u00fchne oder in den Boxen irgendwie verbunden. Diese Art Intimit\u00e4t zu erzeugen verm\u00f6gen nur sehr, sehr wenige K\u00fcnstler.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei allem Lob f\u00fcr die Texte darf man nat\u00fcrlich nicht \u00fcbersehen, dass Dorothea Kehr auch eine brillante Musikerin ist, die nicht nur mit Worten, sondern auch mit musikalischen Stilrichtungen virtuos spielen kann. Das beweist sie auch auf \u201eWo soll ich suchen\u201c einmal mehr: \u201eWarten auf Wind\u201c und \u201eKonfetti\u201c kommen beispielsweise veritabel rockend, \u201eDas Wesen der Glut\u201c stattdessen als fr\u00f6hlich swingender Bossa daher. V\u00f6llig anders dagegen das bereits erw\u00e4hnte \u201eZwei Falter\u201c, das ganz reduziert mit wenig Gitarre, Melodika und Glockenspiel auskommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl sie auf dem Album wieder von ihrer langj\u00e4hrigen Band unterst\u00fctzt wird, tr\u00e4gt es diesmal allein ihren Namen. Warum verriet die K\u00fcnstlerin auf ihrer Facebook-Seite: \u201eWir haben einvernehmlich beschlossen, den Namen \u201eStadtpiraten\u201c abzulegen. Deshalb steht auf der CD nur <a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\" target=\"_blank\">DOTA<\/a>.\u201c Neben Jan Rohrbach (E-Gitarre, Melodika), Leon Schurz (Bass) und Nicolai Ziel (Schlagzeug) m\u00fcssen bei den Aufnahmen aber auch einige Gastmusiker im Studio vorbeigeschaut haben, denn bei manchen Songs lassen sich deutlich Streicher (\u201eHoch oben\u201c, \u201eRauschen\u201c, \u201eRisse\u201c) und Bl\u00e4ser (\u201eKonfetti\u201c, \u201eIm Tausch\u201c) vernehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fazit: \u201eWo soll ich suchen\u201c gleicht einem guten Buch, das man zum einen aufmerksam lesen muss, denn manche Texte lassen sich in ihrer Dimension beim ersten Durchlauf gar nicht erfassen. Zum anderen ist damit auch klar, dass man es mehrmals lesen \u2013 sprich h\u00f6ren \u2013 kann, ohne dass es einem jemals langweilig wird. Immer wieder entdeckt man neue, ungeahnte Aspekte oder stolpert \u00fcber Zeilen, die sich eben nur in der ganz pers\u00f6nlichen, momentanen Situation oder Stimmungslage in G\u00e4nze erschlie\u00dfen. In dieser Weise sind auch die hier genannten Anspieltipps zu verstehen, die, wenn ich die Rezension erst morgen schreiben w\u00fcrde, schon wieder ganz andere sein k\u00f6nnten. Wenn man selbst poetisch werden wollte, k\u00f6nnte man sagen: Ein Album wie ein leichter Sommerwind und gleichzeitig tief wie der Ozean. Oder man sagt schlicht und einfach: Gro\u00dfartig!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anspieltipps: \u201eHoch oben\u201c, \u201eWo soll ich suchen\u201c, \u201eIm Tausch\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Tracklist:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Hoch oben<br \/>\n2. Warten auf Wind<br \/>\n3. Sommer<br \/>\n4. Das Wesen der Glut<br \/>\n5. Du musst dich nicht messen<br \/>\n6. Stadt am Meer<br \/>\n7. Zwei Falter<br \/>\n8. Wo soll ich suchen<br \/>\n9. Konfetti<br \/>\n10. Im Tausch<br \/>\n11. Rauschen<br \/>\n12. Licht<br \/>\n13. Risse<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">[<a href=\"http:\/\/www.kleingeldprinzessin.de\/\" target=\"_blank\">Kleingeldprinzessin Records \/ Broken Silence<\/a>]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Liedermacherin Dorothea Kehr, genannt DOTA, ver\u00f6ffentlichte mit \u201eWo soll ich suchen\u201c ihre mittlerweile bereits elfte CD. Zieht man die Live-Aufnahmen ab, bleiben immerhin neun Studioalben. 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